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Halbzeit

Nun sind wir schon 6 Monate unterwegs.

In dieser Zeit ist viel geschehen,wir haben viel erlebt, viel gesehen, viel gelacht, viel gelernt und viele nette Menschen kennengelernt.

 

6 Monate sind nicht nur immer eitel Sonnenschein, es gibt auch Momente in denen man die Entscheidung eine solche Reise in einem kleinen Bus mit zwei Hunden zu machen arg anzweifelt.

Die engen Platzverhältnisse sind da ganz sicher ein Punkt aber vor allem die Tatsache dass man nicht heizen kann macht uns ab und zu zu schaffen.

Wenn es regnet ist nach kurzer Zeit alles nur noch nass und da macht es nicht mehr so richtig Spass.

 

Zum Glück hatten wir zum grössten Teil Traumwetter und die Temperaturen waren auch meistens angenehm.

So hällt sich der Buskoller sehr im Rahmen und wir denken nicht daran abzubrechen.

 

Uns wurde auf unseren vorherigen Reisen nie so bewusst wie fährlässig wir mit der Natur umgehen.

Natürlich lassen wir den Abfall nicht liegen, räumen die Haufen unserer Hunde zusammen und versuchen Rücksicht auf die Einheimischen zu nehmen aber auch wir sind uns vieler Fehler nicht bewusst gewesen.

 

Einer der grössten Fehler war und ist der Abfallberg den wir jeden Tag produzieren.

Wir versuchen Verpackungsmaterial einzusparen indem wir auf dem Markt einkaufen und Stoffbeutel mitnehmen, verwenden Seife statt Duschgel damit wir nicht ständig Plastikbehältnisse verwenden müssen, Shampoobars, Haarseife, haben wir auch ausprobiert, waren aber mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden da ich meine Haare viel öfter waschen musste und dann Unmengen von Wasser verbraucht habe.

Bei manchen Dingen kommt man um die Verpackung ganz einfach nicht herum.

Die Menge an Verpackungsmaterial ist von Land zu Land verschieden, in manchen Ländern werden die Sachen zwei, drei Mal unnötig verpackt und in anderen nur das Nötigste.

Wir bemühen uns und hoffen dass spätestens in Marokko dieser Verpackungswahnsinn etwas abnimmt. Da dort zum Beispiel Plastiksäcke total verboten sind.

 

Ein von uns unterschätztes Problem sind die Wasserflaschen.

Da wir in der Schweiz einfach Leitungswasser für uns und die Hunde gebraucht haben war uns gar nicht bewusst welche Unmengen an PET-Flaschen wir unterwegs verbrauchen werden.

Eine Osmoseanlage für die Wasseraufbereitung ist ganz klar ein Muss für nächsten Reisen.

 

Nun geht es in die zweite Runde und vieles fällt uns schon einfacher auch wenn wir uns in jedem Land neu orientieren müssen und oft nur über Umwege ans Ziel kommen.

Was wir ganz sicher gelernt haben ist dass die typisch schweizerische Rücksichtnahme sicher nicht schlecht aber öfters nicht anzuwenden ist.

So steht man an der Fleischtheke stundenlang an wenn man sich nicht auch ab und zu wehrt oder man bekommt für denselben Preis einen schlechteren Platz auf dem Camping zugeteilt nur weil man aus Anstand den Mund nicht aufmacht.

Na ja, man lernt immer dazu und genau das macht das Reisen ja so spannend.

 

 

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