MAROKKO TEIL 2

Tour mit Salah und Mohammed 15.1.2019

 

 

Heute geht es auf grosse Tour mit einem alten Range Rover, Salah, unserem Führer, Mohammed, dem Fahrer, Alexandra, Andreas, dem Hund Miah und mir.

Yves hat sich entschieden nicht mitzukommen, da es für die Fellnasen zu stressig wäre und er so einen Tag für sich geniessen kann.

 

 

Der Staudamm

 

Um 9.30 geht es los und wir fahren erst einmal durch die Oase wo uns Salah das Bewässerungsystem erklärt.

Überall sind kleine Kanäle mit deren Hilfe das Wasser zu den jeweiligen Familien und Feldern fliesst.

Nach einem ausgeklügelten Plan wird jeder Familie eine bestimmte Menge Wasser zugeteilt, diese ergibt sich anhand der Grösse des Landes das die Familie besitzt.

Der Titel des Wassermeisters wird von einer zur nächsten Generation weitergegeben.

 

Die Fahrt führt zuerst zur Staumauer von Tighmert.

Hier stauen sie das Wasser das etwas oberhalb einer Quelle entspringt.

Schon die Franzosen haben eine Staumauer gebaut die aber von den, bei Regen, tosenden Wassermassen weggerissen wurde. Auch die, von den Marokkanern gebaute, Staumauer ist nicht mehr ganz intakt sie wird aber wohl für die nächsten Jahre noch ihre Dienste tun. 

Im Schlepptau haben wir im Moment noch zwei Italiener die bei Salah im Gàstehaus übernachtet haben und uns mit ihrem Auto bis zu den heissen Quellen begleiten.

Die Fahrt geht weiter zu den heissen Quellen und ich bin froh dass wir uns gegen eine Fahrt mit den Hunden entschieden haben. Es rumpelt, knackt und schüttelt doch sehr stark im Fahrzeug so dass sogar Miah, die sonst immer alles mit stoischer Ruhe nimmt, auf den Schoss von Andreas klettert.

Die heisse Quellen

Bei den heissen Quellen stehen recht viele Camper und Kleinbusse und leider liegt auch dementsprechend viel Müll auf dem Boden.

Ich werde nie verstehen wie man so mit der Natur umgehen kann.

Salah und Mohammend sammeln die grossen, leeren Plastikflaschen zusammen und befestigen sie auf dem Wagen um wenigstens etwas Müll wegzubringen.

Die heisse Quelle ist eigentlich ein dickes, kurzes Rohr aus dem unablässig ca. 40 Grad Wasser sprudelt.

Die Italiener gönnen sich ein Bad und auch für Alexandra und Andreas gibt es kein Halten. Schuhe aus und rein. Miah und ich betrachten und das Ganze etwas aus der Ferne. Sie mag kein Wasser und ich bin ehrlich gesagt zu faul die Hosen aufzukrempeln und die Schuhe auszuziehen.

So ein paar Tage hier zu verbringen und ab und zu zu baden wäre aber schon verlockend.

Mal sehen, wir haben ja noch Zeit.

Agadir und Häuser der Landarbeiter

Weiter geht die Tour über die Prärie und der alte Range Rover rattert und knackt.

Ab und zu fällt wieder irgendwo  ein Teil herunter aber die braucht es offenbar nicht zum fahren.

Salha führt uns zu einem grossen Hügel auf dem noch eingefallene Häuser und Getreidespeicher, sogenannte Agadir, der Feldarbeiter stehen.

Die Neuen am Fusse des Hügels sind aus Backstein gebaut und werden zwei Mal im Jahr gebraucht wenn die Menschen erst zum Säen und dann zum Ernten des Weizen hier heraus kommen. 

Im Moment ist die Gegend fast menschenleer aber im März ist alles voll mit Nomaden die ihre Tiere herbringen um sie weiden zu lassen.

Tajine bei Hassan

Langsam macht sich der Hunger bemerkbar und wir fahren zu Hassan, einem Freund von Salah.

Wir werden von der ganzen Familie herzlich begrüsst und Miah ist vor allem bei den den Kindern der grosse Star. Sie lässt sich natürlich nicht zwei Mal bitten und geniesst sichtlich die ausgiebigen Streicheleinheiten.

In einem wunderschönen Berberzelt geniessen wir, auf weichen Kissen sitzend, eine sehr leckere Schaftajine mit Gemüse.

Ich wusste gar nicht dass Schaffleisch so gut schmecken kann, in der Schweiz meide ich es immer.

Hassan hat auch einige Zelte, die liebevoll zurecht gemacht werden wenn Gäste kommen, und wo man sich herrlich schlafen kann.

Wir müssen aber nach dem Tee weiter auf unserer Tour.

Die Sanddünen

Unsere drei Männer entpuppen sich als wahre Gentlemen.

Salah und Mohammed pflücken Blumen für uns und Andreas hilft Alex und mir sehr galant bei den manchmal etwas schwierigeren Auf-und Abstiegen.

Die Dünen in der Nähe von Fask sind grandios zeigen aber auch wie rasch die Versandung fortschreitet. Salah ist überzeugt dass auch die Oase irgendeinmal verschwinden wird.

Wir hoffen dass das noch möglichst lange dauert.

Im Moment geniessen wir erst einmal den Tag und klettern die Dünen hoch.

Es ist so ruhig und wunderschön, nur hier sitzen, dem Gesang des Windes zuhören wäre ein Traum.

Kasbah von Fas

Bei den Kasbahs von Fask machen wir nur einen kurzen Halt da wir alle schon etliche dieser alten, meist eingestürzten Gebäude gesehen haben.

Die Cascaden

Nach einem Kaffee in einer kleinen Raststätte verspricht uns Salah noch etwas ganz besonderes.

Wir fahren wieder Holperpiste und sehen nur Steinwüste und Kakteen.

Schön, aber soo speziell ist das nun auch nicht.

Wir steigen aus und Salah hat immer noch sein Lausbubengrinsen auf dem Gesicht als er uns etwas weiter die Strasse runter bringt.

Was wir da sehen ist für mich der absolute Höhepunkt des Tages.

Weit unten tauchen wie aus dem Nichts kleine aber wunderschöne Cascaden auf.

So einen Anblick würde man Mitten in der Steinwüste nie erwarten.

Zum Glück haben wir Andreas dabei, mit seiner Hilfe kann auch ich nach unten klettern.

Es ist ein magischer Ort für den es gar keine Worte gibt.

An den Felswänden sieht man welche Gewalt Wasser haben kann. Alles ist glatt geschliffen und manche Teile total ausgehöhlt.

Die Tour war wahnsinnig interessant, lehrreich und ganz einfach überwältigend.

Bilder können der Stimmung, der Schönheit und der unglaublichen Weite nicht annähernd gerecht werden.

Einziger Wermutstropfen für mich ist, dass ich das erste Mal, seit fast 300 Tagen, die Eindrücke nicht mit Yves teilen kann.

Oase Tighmert - Ksar Tafnidilt 17.1.2019 - Abenteuer in der Wüste

So schön unsere Zeit in der Oase auch ist treibt es uns weiter denn wir wollen noch etwas von Marokko sehen.

Nachdem Alex und Andreas so vom Ksar Tafnidilt, in der Nähe von Tan-Tan, geschwärmt haben steht unser nächstes Ziel fest.

 

Als Ksar werden traditionelle, ländliche, befestigte Siedlungen oder Speicherburgen der Berber im Maghreb, also in den Ländern Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Mauretanien bezeichnet.

Während der frühen islamischen Expansion bedeutete Ksar ein Militärlager. Später dienten sie der Bevölkerung der nahegelegenen Siedlungen als Fluchtburg oder aber dem Schutz der in den zahlreichen Speicherkammern deponierten Güter vor Angriffen verfeindeter Nachbardörfer oder vor räuberischen Nomadenstämmen.

 

Bei unserem Ksar handelt es sich um eine Nachbildung die als Hotel,Restaurant und Camping genutzt wird.

Wir starten nach einer wahren Marathon Verabschiedung und sind mal wieder von der Gegensätzlichkeit der Natur fasziniert.

Steinige, sandige Felder wechseln sich mit von Palmen bewachsenen, grünen Oasen und überwachsenen Landstrichen ab und ganz weit hinten sehen wir die ersten hohen Dünen und Berge.

Die Strasse ist in einem recht guten Zustand und wir sind guter Dinge dass dies auch weiterhin so bleibt.

Als wir aber von der Hauptstrasse abfahren müssen sieht das Ganze schon nicht mehr so einfach aus. Wir fahren auf einer Piste Richtung Ksar und werden ziemlich durchgerüttelt.

Alles kein Problem, bis Yves plötzlich Vollgas gibt und mit dem Mute der Verzweiflung eine ca. 25 Meter lange Sandbank zu überqueren versucht. 

Am Anfang hält der Bus den Sandmassen tapfer stand aber nach etwa 5 Metern ist Schluss und wir sitzen irgendwo in der Wüste fest. 

Nun kommt endlich einmal unsere Klappschaufel, die Yves in weiser Voraussicht beim Schweizer Militär gekauft hat, zum Einsatz.

Yves buddelt mit der Schaufel und ich mit der Badelatsche, diese Dinger sind echt universell einsetzbar, die Reifen frei. Noch die Bodenmatten unterlegen und los gehts. 

Nach einer Wagenlänge ist schon wieder Schluss und das ganze Spiel beginnt von vorne.

Immer tiefer sackt der Bus ein und nach 2,5 Stunden buddeln bewegt sich, trotz der Steine die wir unter die Räder gelegt haben, so gut wie nichts mehr.

Obschon wir es selber schaffen wollten bleibt uns 1 Meter vor dem Ende der Sandbank nichts anderes übrig als im Ksar anzurufen und Hilfe zu holen.

Keine zehn Minuten später steht auch schon ein sehr freundlich lächelnder junger Mann mit seinem Land Rover vor uns und erklärt uns dass die Strecke eigentlich nur für 4x4 geeignet sei. Er ist aber sehr beeindruckt von unserer Leistung, jedenfalls was das Buddeln angeht, und als er unsere Panne der Chefin des Ksar erzählt sind aus den 25 Metern schon gute

60 Meter geworden.

Er zieht uns mit einem kurzen Ruck heraus und schon haben wir wieder festen Boden unter den Rädern. Die restlichen 5 Kilometer Piste meistern Yves und unser Bus ohne Probleme.

Ksar Tafnidilt 17.1.2019-19.1.2019

Der Ksar liegt mitten im Niemandsland und ausser einem verfallenen Ksar und zwei Zisternen ist weit und breit nichts zu sehen.

Umso beeindruckender ist die Schönheit des Anwesens.

Im Innenhof ist ein grosser Pool und ein sehr traditionell und schön ausgestattetes Restaurant mit Hotel.

Die Sanitäranlagen sind sauber und bei Yves ist sogar die Dusche warm. Da wir so weit weg von jeglicher Zivilisation sind gibt es nur Salzwasser, das aus einer Zisterne hochgepumpt wird und Strom ist, jedenfalls im Moment, nicht verfügbar. Da wir Solar haben ist das aber kein Problem.

Wir geniessen die Ruhe und verbringen zwei Tage mit wandern und der Besichtigung des verfallenen Ksar. Die Hunde finden es toll ohne Leine mit dem Haushund Duke herumzutoben.

Das Hotel ist leer und auf dem Camping sind ausser uns nur zwei 4x4 Fahrzeuge.

Der Rückweg 19.1.2019

"Reisen bildet"- auch wir haben aus der ganzen Buddelei etwas gelernt.

Auf dem Rückweg gehen wir die sandverwehten Strecken erst zu Fuss ab und prüfen den Boden bevor wir einen Weg festlegen.

Ich bleibe vorne und dirigiere und als der Bus dann doch absackt ist mit etwas schieben und schaufeln die Sandbank recht schnell überwunden.

Natürlich denkt sich jetzt mancher, wie dumm muss man sein einfach drauflos zu fahren.

Auch wir wussten theoretisch, dass man erst den Boden prüft, aber daran denkt man in der Situation leider nicht.

Nun gut, Erfahrung macht klug und dumm ist nur wer zwei Mal denselben Fehler macht.

 

Etwas später entdecken wir eine wilde Eselherde die uns misstrauisch mustert aber erst die Flucht ergreift als ich schon ein paar Fotos im Kasten habe.

El Ouadida - Nationalpark Khenifiss 21.1.2019

El Ouadida ist eigentlich schnell abgehackt. Die einstmals kleine Küstenstadt besteht im Moment aus einer riesigen Baustelle und ist für uns nicht sehr sehenswert.

So machen wir uns nachdem wir die Sanddünen aus dem Bus geworfen haben auf den Weg in den Süden.

 

Das Ziel ist der Nationalpark Khenifiss.

Die erste halbe Stunde ist toll. Auf einer Seite Geröllwüste und auf der anderen Seite die Klippen und das Meer.

Drei Stunden später : eine Seite Geröllwüste - eine Seite Meer.

Die Strecke ist endlos lang und gerade.

Wir machen eine Pause, essen etwas und sind fasziniert von der Leere und dem Tosen des Meeres. Die Klippen haben eine durchaus beeindruckende Höhe und dank des extrem starken Windes hat das Ganze etwas Unwirkliches.

Wir fühlen uns ganz klein und auch unser Bus wird herumgeschaukelt wie ein Spielzeugauto.

 

In dieser Einöde stehen immer wieder Zelte die aus unterschiedlichen Tüchern zusammengebastelt sind. Sie kämpfen wacker gegen den Wind und geben ihren Bewohnern zumindest etwas Schutz. Wenn man sieht unter welch harten Bedingungen die Menschen sich hier durchkämpfen, sieht man erst in welchem Überfluss wir leben und oft doch nicht zufrieden sind. Ich habe von den Behausungen keine Bilder gemacht da es sich irgendwie falsch angefühlt hat.

Etwas Besonderes finden wir auf der langweiligen Fahrt dann doch noch.

Die Kraft des Wassers hat an einer Stelle eine so grosse Höhle in den Fels gebohrt dass der gesamte Boden eingestürzt ist und man nun in eine riesige Höhle herabsehen kann.

Echt klasse wie laut die Wellen klingen wenn sie gegen die Felsen schlagen.

Wie wagemutig die Angler sind kann man an dieser Strickleiter erkennen die nur durch Steine gehalten wird und ca. 100 Meter in die Tiefe auf einen schmalen Vorsprung führt.

Darunter ist nur noch der tobende Atlantik.

Nationalpark Khenifiss 21.1.2019 - 23.1.2019

Im Nationalpark stellen wir uns in eine schöne, kleine Lagune.

GPS lat.28.0284 ,long.-12.2399 

Am Abend kommt ein Parkwächter und kassiert 20 Dirahm ein, kein Problem denn so sind wir einigermassen sicher dass uns die Polizei nicht wegschickt.

Eigentlich ist die Lagune bekannt für ihren Vogelreichtum uns vor allem möchten wir die Flamingos sehen aber wahrscheinlich wegen des starken Windes lassen sich nur ein paar Möwen und Strandläufer blicken.

Wir machen ein paar ausgedehnte Spaziergänge und nach 2 Tagen sind auch wir vom Winde verweht und lassen uns zurück nach El Oadida treiben.

 

 

 

Manchmal zeigt die Wüste auch ihre unerbittliche Seite.

El Ouadida 23.1.2019 - 25.1.2019

Da wir eine Dusche nötig haben und die Strecke durch den Wind sehr anstrengend war machen wir noch einmal Halt in El Ouadida.

Dass wir es nicht besonders berauschend finden habe ich ja schon geschrieben aber wie es manchmal, wenn man sich genug Zeit nimmt, so ist finde ich beim Spaziergang mit den Hunden doch noch eine schöne Ecke fast ohne Müll und Baustellen.

Unweit des Camping Atlantique kommt man durch einen schmalen Weg auf eine sehr gepflegte Promenade mit Spielplatz und ganz tollem Strand.

Die Hunde düsen hin und her und Mia kann ihr Glück fast nicht fassen endlich wieder einmal nasse Pfoten zu haben.

Das immer noch trübe und windige Wetter kann ihre Freude absolut nicht mindern.

Schon eine Strasse weiter hinten sieht es wieder ganz anderes aus.

Auf dem Camping lernen wir noch Rainer, Birgitta und Lotta, ihre süsse, alte Hundedame von www.groschengrab.net kennen und quatschen stundenlang über das Leben, das Reisen und ihr Expetitionsfahrzeug.

Wir dürfen sogar hinein und Rainer erklärt uns alles bis ins Detail.

Die Männer bleiben dabei eher bei den technischen Sachen und wir Frauen sind uns über die Notwendigkeit einer Dusche, genügend Stauraum und einem Backofen sofort einig.

Toll wenn man von Menschen, die schon so viel Erfahrung haben, aus erster Hand die Vor-und Nachteile eines Fahrzeuges erfährt.

Wir lieben unseren kleinen Bus aber für viele Strecken ist er leider nicht geeignet so dass ein anderes Fahrzeug früher oder später sein muss.

Zurück im Paradies - Camping Aainnakhla 25.1.2019 - 28.1.2019

Wir haben uns entschieden unserem Kleinen die schwierige Route über die Berge und in die Wüste Erg Chebbi nicht zuzumuten und fahren stattdessen nun  ganz langsam durch die Mitte von Marokko nach oben.

Dies gibt uns auch die Möglichkeit noch einmal ein paar Tage bei Salah in der Oase zu verbringen.

Schon bei der Ankunft werden wir freudig begrüsst und auch Ali, der beste Teekoch von Marokko, umarmt uns lange.

Hier fühlen wir uns zuhause und wieder haben wir ganz tolle Nachbarn. Diesmal aus von der schwäbischen Alp. Die Zeit vergeht wie im Flug und bei einem ausgedehnten Spaziergang und einem gemütlichen Kaffeeklatsch lernen wir viel Neues von einander.

Die Abende verbringen wir traditionell bei Tee im grossen Zelt und am Lagerfeuer wo viele Geschichten erzählt werden und auch die Musik nicht zu kurz kommt.

Die tierische Familie von Salah hat Zuwachs bekommen und nun stolzieren schon 4 Gänse, 6 Enten und ein Kaninchen über den Platz. 

Wie viele Katzen weiss niemand und wer in der Nacht die Schuhe der Camper verschleppt hat ist auch ein Rätsel.

Taroudant 30.1.2019 - 31.1.2019

Die letzten Tage waren wir etwas "Foto faul" und irgendwie gab es auch nichts wirklich besonderes.

Die Strecke von der Oase Thigmert nach Taroudant war recht mühsam und wir sind froh endlich den Stellplatz zu erreichen.

Begrüsst werden wir auch gleich durch das lautstarke Gemotze zweier Franzosen die ganz und gar nicht davon begeistert sind, dass uns Mohammed, der Parkplatzwächter, neben sie stellen will. Die Freundlichkeit der Franzosen in Marokko überrascht uns immer wieder

"Ironiemodus aus".

 

Wir stellen uns auf die andere Seite und machen uns auf den Weg in die Medina.

Taroudant liegt mitten in der Sous-Ebene und ist eine Stadt mit langer Tradition.

In der Geschichte Marokkos nimmt Taroudant einen sehr wichtigen Platz ein, zum einem als erste Hauptstadt des Landes und zum anderen als älteste Stadt Marokkos.

Die Medina ist komplett durch eine Stadtmauer aus Stampflehm (Pisé) eingefasst und man kann toll bummeln.

 

Wir lernen einen älteren Marokkaner kennen der uns durch die Stadt führt, uns den Arabic-Souk und den Berber-Souk  zeigt und uns sogar zu einem Berber-Apotheker führt der die Berber Thé Royal-Mischung hat die wir seit Essaouira verzweifelt suchen.

Hier kaufe ich auch noch zwei Brocken Amber der als marokkanisches Parfum gilt. Dass es sich dabei natürlich nicht um das Naturprodukt handelt, ein Kilo davon kostet bis 6000 Euro und stammt aus dem Verdauungstrakt der Potwale, spielt keine Rolle.

Riechen tut es trotzdem sehr gut und beim Gedanken an den Potwal weiss ich nicht so recht ob ich mir das Zeugs an den Hals streichen möchte.

Natürlich zeigt uns der Mann auch die Kooperative in der er arbeitet und präsentiert uns stolz die schönen ledernen Taschen,Gürtel und Babouches.

Leider haben wir schon alles was wir brauchen und verabschieden uns nach einem Schwatz von ihm.

 

Am nächsten Stand werde vor allem ich auf eine harte Probe gestellt. Ein Ladenbesitzer bietet mir, als bekennend schuhsüchtig, 15 paar Schuhe für unsere Mia an. Ich bin mir sicher dass ich ihn noch auf 25 Paar hochhandeln könnte aber die Liebe zu Mia ist dann doch stärker als die Sucht.

 

Wir gehen weiter zum Place Al-Aalouine und genehmigen uns eine Kanne leckeren Minztee.

Ab und zu kommt ein Bäcker mit einem Blech voller Gebäckstücke vorbei und ein Schuhputzer macht durch Klopfen an seinen Kasten auf sich aufmerksam.

Bei unseren Schuhen wäre es dringend nötig aber ich bin mir nicht so sicher ob meine Turnschuhe auch ohne Dreck noch zusammenhalten also gehen wir das Risiko nicht ein.

 

Die Stadt ist schön aber ohrenbetäubend laut und man muss mächtig aufpassen, dass man nicht von einem Auto, Mofa, Pferdewagen oder Schubkarren überfahren wird.

 

Eigentlich fehlt uns zur Krönung des Tages nur noch ein Sfenj, ein marokkanischer Hefekringel der im Öl ausgebacken und Zucker gewendet wird.

Und siehe da, kaum sind wir um die nächste Ecke gebogen steht da ein Sfenjstand und der Besitzer strahlt uns an als ob er Gedanken lesen könnte.

Der Sfenj ist sogar noch richtig heiss und total lecker, ich kenne keinen anderen Ort auf der Welt wo man für 10 Rp. sooo viele Kalorien bekommt. Hier stimmt das Preis-Leistungverhältnis total. Ein Bild von einem Sfenj liefere ich nach wenn ich endlich mal vor dem Futtern ans Fotografieren denke.

 

Pappsatt und todmüde lassen wir das Abendessen ausfallen und krabbeln schnell unter die Decke.

Souss-Ebene und Arganbaum 31.1.2019

Die Stadt ist schön aber wahnsinnig laut und so machen wir uns auf den Weg durch die fruchtbare Souss-Ebene Richtung Ouarzazate.

 

Der Weg führt uns vorbei an Argan- und Mandelbäumen die in voller Blüte stehen und unbeschreiblich gut und intensiv duften.

Der Arganbaum benötigt ein trockenes, wüstenähnliches Klima um zu wachsen.

Warum dieser Baum nur in der Souss-Ebene wächst und in anderen, klimatisch ähnlichen Regionen nicht anzusiedeln ist, ist nach wie vor unerklärlich.

Der Arganbaum kann bis zu 10 Meter hoch werden und hat eine grosse Krone die einen Durchmesser bis zu 22 Meter haben kann.

Die Lebenserwartung eines solchen Baumes liegt bei etwa 200 Jahren. Da aber die Ziegen und Kamele ihre Blätter gerne essen und damit den Baum beschädigen sterben auch viele Bäume schon bevor sie richtig gross sind.

Mit Trockenheit und Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius haben die Bäume dank ihrer langen Wurzeln hingegen kein Problem.

Der Arganbaum gilt für die Amazigh (Berberstamm) als Baum des Lebens.

Er erfüllt viele wichtige Funktionen:

  • Das Öl,dass aus den Kernen gewonnen wird dient als Medizin, wird in der Kosmetik eingesetzt und ist ein sehr gutes, nussiges Speiseöl für die kalte Küche.
  • Das Fallholz dient als Brennmaterial.
  • Die Blätter als Tiernahrung.
  • Die Bäume wirken als Grünschutzwall gegen die immer grösser werdende Versteppung.
  • Er spendet aber auch Schatten für Mensch und Tier der bei der grossen Hitze im Sommer überlebenswichtig ist.

Nicht vergessen darf man natürlich auch den wirtschaftlichen Reichtum der das Öl für die Bevölkerung bringt. Es gilt als das teuerste Öl der Welt, als "Das Gold Marokkos".

 

Wir wollen nicht einfach durch diese abwechslungsreiche Ebene durchrasen und entscheiden uns einen Halt in Taliouine zu machen das als Stadt des Safran bekannt ist.

 

Camping Toubkal Talouine 31.1.2019 - 2.1.2019

Ganz im Gegensatz zu den Kommentaren die ich im Internet gelesen habe ist der Camping Toubkal sehr schön inmitten der Berge gelegen und sauber. Sogar die Duschen sind warm.

Das Highlight für uns ist aber ein kleiner Wirbelwind namens Sara.

Die Sympatie beruht wohl auf Gegenseitigkeit denn sie weicht uns nicht von der Seite und bewacht nachts den Bus lautstark.

Nur Spella findet den Quälgeist mühsam und motzt lautstark rum. Das macht auf Sara aber der nicht den geringsten Eindruck.

Da die Kleine schon einen tollen Platz auf dem Camping hat lassen wir sie schweren Herzens hier.

Leider weht der Wind so stark und eisig, dass wir im Bus bleiben und etwas lesen.

Ein paar Bilder der Gegend sind dann aber doch noch entstanden.

Taliouine-Ouarzazate 2.2.2019

Und wieder fahren wir durch eine wunderbar pittoreske Landschaft.

Die Fahrten durch von einer Stadt zur anderen sind hier nie langweilig und mühsam sondern ein Erlebniss.

Immer wieder halten wir an um zu staunen und können uns an der Vielfältigkeit dieses Landes gar nicht satt sehen.

Camping Ecolodge la Palmeraie - Und ein tolles Wiedersehen 2.2.2019-6.2.2019

Die Anfahrt ist über die holprige Strasse etwas mühsam aber dafür werden wir von einem ganz tollen Camping und Hamid, dem freundlichen Chef des Platzes,herzlich empfangen.

Die Anmeldeformalitäten sind schnell erledigt und bei der Rückkehr zum Bus steht er plötzlich da, mein Held des Tages, Helmut von der schwäbischen Alp,und hält mir meine so dringend benötigte Tasse feinen Kaffees entgegen.

Die Wiedersehensfreude ist gross.

Nachdem wir uns in der Oase Tighmert in total verschiedene Richtungen von Ulrike, Helmut und ihrem tollen Hund Mali verabschiedet haben will es das Schicksal, dass wir uns noch einmal treffen und bei Spaziergängen,Kaffee und Sidra eine tolle Zeit zusammen verbringen können.

Der Camping ist ganz toll hergerichtet, mit sauberen, schönen Sanitäranlagen, afrikanischen und marokkanischen Gästehäusern, vielen Tieren, einem gemütlichen und guten Restaurant und einem Charme der nur auf einem kleinen, mit Liebe angelegten Camping erreicht werden kann.

Der Eigentümer legt Wert auf Nachhaltigkeit und die Ausbildung junger Leute aus der Umgebung, denen er so eine Chance gibt und neue Perspektiven schafft.

Hier gibt es sogar Mülltrennung, etwas ganz Neues hier in Marokko.

Die vom Team geschaffene freundliche Atmosphäre schwappt auch auf die Besucher über und man fühlt sich wie in einer grossen Familie von Leuten aus den verschiedensten Ländern.

Kasbah Dar Daif 3.2.2019

Nachdem wir fast den ganzen Tag unsere Erlebnisse ausgetauscht haben und neue Leute kennengelernt haben ist es Zeit die alten Knochen und die Hunde etwas zu bewegen.

Wir, Ulrike, Helmut, die drei Hunde und ich machen uns auf den Weg zur Kasbah Dar Dafi.

 

Yves kommt leider nicht mit da, ganz nach marokkanischer Sitte, der Strom falsch angeschlossen ist und er, zu unserer Sicherheit, erst alles absichern will.

 

Ulrike möchte sich die Störche die, laut Reiseführer, auf der Kasbah überwintern sollen, ansehen.

Leider ist von der alten Kasbah nicht mehr viel vorhanden und alles ist voller Scherben.

Wir sehen auch nur ein Storchennest das aber wohl schon länger verlassen ist.

Ein grosser Teil der Kasbah wurde sehr unschön restauriert und dient nun als Hotel.

 

Der Spaziergang hat aber trotzdem allen gut getan und wir lassen auf dem Camping den Tag bei einer Flasche Sidra ausklingen.

Kasbah Taourirt 5.2.2019

Wenn man in Ouarzazate ist, ist ein Besuch der Kasbah Taourirt schon fast ein Muss.

Die Beschreibung der Kasbah überlasse ich gerne Werner Wrage, Auszug aus seinem Buch

" Strasse der Kasbahs" :

Ouarzazate kündigt sich durch die hoch aufragende Kasbah Taourirt an. Es tritt uns hier iene Kasbah entgegen die aus einem hoch aufragenden Ksar besteht. Die Häuser sind so hoch und eng zusammen, dass der Eindruck einer Burg entsteht. Schmale Gasenschluchten durchziehen diese Berberstadt. Wenn man sie zum ersten Mal sieht und mit der Welt des Südens noch nicht vertraut ist, stockt einem fast der Atem. Über dem Trockenbett eines Oueds wächst da plötzlich eine Hochhausstadt, ein "Chikago des Südens", eine "Skyline", aus dem Schutt der Hammada. Erregend durch archaische Formen, an Südarabien erinnernd oder an Vorstellungen, die man vielleicht von Babylon und anderen Städten des frühgeschichtlichen Orients hegt, ineinander verschachtelt, überragt von turmartigen Bauten, teilweise zinnengekrönt. Und das alles aus Stampflehm und Luftziegeln!

Besser kann man die Kasbah nicht beschreiben.

 

5 bis 7 Stockwerke hoch sind die einzelnen Häuser und je höher man stiegt desto schöner und prunkvoller sind die Wände und Decken verziert. Es ist wie ein Labyrinth in dem wir uns aber sehr gerne etwas "verlaufen" und es geniessen in die frühere Zeit abzutauchen.

 Der Eintritt von 20 Dirahm pro Person erscheint uns durchaus angemessen, wird das Geld doch vor allem für die Erhaltung und Restauration dieses geschichtsträchtigen Gebäudes verwendet.

Direkt gegenüber, neben dem Filmmuseeum, liegt der Kunsthandwerk-Souk.

Leider sind hier die Verkäufer sehr aufdringlich und wir haben sehr schnell, ziemlich genervt, das Weite gesucht.

 

Eine Besonderheit von Marokko ist dass die Menschen sehr sprachbegabt sind, aber absolut nicht rechnen können.

Dies erfahren wir einmal mehr als wir nach einem leckeren Hamburger mit Frites in einer kleinen Snack-Bar bezahlen wollen.

Nachdem wir dem Kellner die Preise der einzelnen Gerichte diktiert haben legt er den Kassenblock vor Yves hin mit der ganz klaren Aufforderung doch bitte zusammen zu rechnen.

Es ist keine Faulheit oder so, sehr viele Marokkaner können einfach nicht rechnen.

Deshalb empfiehlt es sich auch, zum Beispiel auf dem Souk, die Preise zu erfragen und selber zu rechnen.

Das Rückgeld ist aber zumindest dieses mal korrekt, obschon er sich da auch nicht sehr sicher ist.

Am 6.2.2019 verlassen wir Ouarzazate und den tollen Camping der uns auch wegen der ganz tollen Menschen, unter ihnen ein aufgestelltes junges Ehepaar mit einer süssen kleinen Tochter, sicher in Erinnerung bleiben wird.

 

Wir wollen noch ein kleines Stück ins Dadestal fahren, das ganze Tal werden wir auf unserer nächsten Reise nach Marokko besichtigen.

Der weltgrösste Solarkomplex Noor 6.2.2019

Das Kraftwerk Ouarzazate ist ein Sonnenwärmekraftwerk ungefähr 10 Kilometer nordöstlich der Stadt.

Schon wegen seinem Bezug zu Strom ist klar, dass Yves sich das Kraftwerk aus der Nähe ansehen will. Er gibt sich auch sehr grosse Mühe mir das Prinzip des Wärmekraftwerks zu erklären, was aber bei mir leider nicht sehr grossen Sinn macht.

Mich würde eher interessieren wie die ganzen Solarpanels nach einem Sandsturm geputzt werden. Wenn ich sehe wie schnell schon unsere kleinen Panels auf dem Bus schmutzig werden und wie hoch der Energieverlust ist, wohl gar keine so blöde Frage.

Leider kann uns diese Frage niemand beantworten, aber wenn ich es doch noch herausfinde lasse ich es euch wissen.

Nun ganz abgesehen von diesem, wohl nicht kleinen, Problem ist das Werk schon sehr beeindruckend. Es steht mitten in der Steinwüste und wenn man sich die Zahlen anschaut sieht man erst welche Ausmasse es hat.

Noor ist übrigens das arabische Wort für Licht.

Die folgenden Angaben und Zahlen habe ich aus Wikipedia kopiert :

Anlage Noor I

Anlage 1 ist ein Parabolrinnenkraftwerk, das auf einer Fläche von 450 ha errichtet wurde.[10] Die Parabolrinnen erwärmen einen zirkulierenden Wärmeträger dabei von 297 °C auf 393 °C. Die Anlage hat einen thermischen Speicher, der die volle Leistung für drei Stunden bereitstellen kann.[11]

Die Parabolrinnen, die von der deutschen Firma Flabeg geliefert wurden, haben eine Höhe von 7 m und eine Breite von 3 m. Insgesamt 537.000 Parabolspiegel sind in 400 Reihen à 300 m Länge angeordnet. Sie werden permanent dem Stand der Sonne nachgeführt.[4]

Anlage Noor II

Anlage 2 ist wie Noor I mit Parabolrinnen ausgestattet und auf einer Fläche von 750 ha errichtet worden. Die Leistung liegt bei 200 MW[12]. Die Anlage ist mit einem thermischen Speicher von 2.800 MWh ausgestattet, der 5 (bzw. 3)[6] Stunden Betrieb bei voller Leistung ermöglicht.[2] Sie ist im Januar 2018 in Betrieb gegangen.[12]

Anlage Noor III

Anlage 3 ist ein Solarturmkraftwerk mit einem 240 m[4] hohen Solarturm und Heliostaten. Die erzeugte Temperatur liegt bei 700 °C.[4] Es wurde eine Fläche von 680 ha bereitgestellt. Die Leistung liegt bei 150 MW[13] (bzw. netto 134[14] bis 140 MW)[13]. Die Anlage ist mit einem thermischen Speicher von 2.730 MWh ausgestattet, der sieben Stunden Betrieb bei voller Leistung ermöglicht.[2] Die Anlage ist im März 2018 in Betrieb gegangen.[13]

Anlage Noor IV

Anlage 4 soll aus Photovoltaik-Modulen bestehen. Es sollen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 50 bis 70 MW aufgestellt werden.[

Eine Besichtigung will Yves nicht machen, da er die Hunde und mich, es ist zu heiss um sie alleine im Bus zu lassen, nicht stundenlang warten lassen will.

Falls wir einmal ohne Hunde nach Marokko kommen wird das aber nachgeholt.

Skoura 6.2.2019-8.2.2019

Skoura ist eine Kleinstadt mit ca. 15.000 Einwohnern im Süden von Marokko.

Es liegt auf 1150 Metern über Meer und wir sind sehr erstaunt wie warm es hier auch abends noch bleibt. Erst in den Morgenstunden wird es richtig kalt und wir sind einmal mehr froh um unseren kleinen Heizlüfter. 

Die Stadt teilt sich in einen alten und einen neuen Teil. Sehenswert ist eigentlich nur der alte Teil mit seinen Palmenoasen (Palmeraise) und - teilweise in schöne Hotels umgebauten -  Kasbahs.

Camping Skoura Amidil

Der Camping ist einfach und sauber. Sogar der Strom funktioniert ohne Probleme, so dass Yves hier nicht basteln muss.

Nach etlichen Kühlschränken und Heizungen die Yves auf unserer Reise wieder zum Leben erweckt hat wartet auf ihn hier dafür eine neue Herausforderung.

Die Satellitenschüssel von Eva und Helmut, einem netten österreichischen Ehepaar, versagt ihren Dienst - und das ausgerechnet vor der Ski-WM.

Nach kurzer Internetrecherche steigt Yves auf die Leiter und findet schon bald den Fehler.

Eine Schraube ist locker und die Mutter fehlt, dadurch hat sich die Schüssel verstellt.

Zu Viert machen wir uns auf den Weg in die Stadt und dank Evas pantomimischem Einsatz und ein paar Wörtern Englisch ist die fehlende Mutter schnell gekauft.

Noch ein paar Handgriffe und dem Skivergnügen, jedenfalls im Fernseher, steht nichts mehr im Weg.

Dass wir aber natürlich trotzdem für unsere Schweizer die Daumen drücken, muss ich wohl nicht speziell betonen.

Unser Besuch auf dem Camping endet leider recht unschön. Yves und die Hunde werden zwei Mal vom Hund des Camping angegriffen und als ich den Chef bitte etwas auf seinen Hund aufzupassen lacht er nur blöd und erklärt mir, das sei doch normal, es seien halt Hunde.

Wenn meine Liebsten angegriffen werden verstehe ich gar keinen Spass, dies verkünde ich natürlich ziemlich unfreundlich und als ich bezahlen gehe lässt sich der Chef nicht mehr blicken.

Kasbah Amerhidil

Die viertürmige Kasbah Amerhidil die schon im 18.Jahrhundert erbaut und im 19. und 20. Jahrhundert grundlegend erneuert wurde ist die Hauptattraktion der Oasenlandschaft.

Teile des um Innenhöfe herumgebauten Gebäudekomplexes  wurden zu einem Hotel umgebaut,in anderen Teilen wurde ein Museum eingerichtet.

Der Eintritt kostet 20 Dirahm pro Person und obschon diese Kasbah nicht so prunkvoll verziert ist wie die Kasbah Taourirt in Ouarzazate lohnt sich ein Besuch sehr.

Die Türme mit ihrem typischen geometrischen Ornamentendekor, welches früher wohl Unheil abwenden sollte, waren auf den alten 50-Dirahm-Noten abgebildet.

Das Innere ,der vollständig aus Stampflehm erbauten Kasbah, wurde noch bis in 1960er Jahre bewohnt, und so sind noch einige Dinge des, für damalige Zeiten feudalen, Lebens

erhalten.

Von ganz oben erhalten wir einen weiten Blick über die Palmenlandschaft, die aber, wegen des seltenen Regens, etwas gelitten hat.

Auch hier durften wir die Hunde übrigens ohne Probleme mitnehmen. Wir sind immer wieder erstaunt wie selten wir auf Hundeverbote treffen. Auch das Betreten der Geschäfte, ausser natürlich in Lebensmittelläden, war bisher noch nie ein Problem. 

Skouda-Stausee El Mansour Eddhabi 8.2.2019

In der Steinwüste zwischen Skouda und dem Stausee El Mansour Eddhabi muss Yves mit den Hunden in ihren Djellabas für einige Bilder posieren.

 

Die Hoodies der Hunde habe ich schon lange genäht, dass sie mit den Streifen und der Kapuze wie kleine Djellabas aussehen, fiel uns erst auf als Hamid, der Chef des Camping Ecolodge in Ouarzazate, gesagt hat die Beiden sehen aus wie kleine Berberinas.

 

 

 

Die Sandsteinhügel sehen aus wie Mondkrater.

Nun geht es weiter mit Marokko Teil 3