Stausee El Mansour Eddhabi 8.2.2019-9.2.2019

Der El Mansour Eddhabi Stausee liegt östlich der Stadt Ouarzazate im Süden des Hohen Atlas.

Die Seefläche ist zweigeteilt- der deutlich grössere, östliche Teil wird hauptsächlich vom Oued Dades gespeist, der kleinere, westliche Teil vom Oued Ouarzazate und mehreren kleinere Flüssen, die aber nur im Winter und im zeitigen Frühjahr Wasser führen.

Bis Zagora-teilweise sogar bis Mhamid- kann heute eine ausreichende Wasserversorgung erreicht werden, auf welche die etwa 25.000 Hektar grossen Dattelpalmenhaine und Felder in den Oasendörfer entlang des Flusses angewiesen sind. Ausserdem schützt eine gleichmässige Fliessgeschwindigkeit die Uferzonen und die landwirtschaftlichen Zonen vor Erosion.

 

Wir wollen eigentlich direkt nach Ait Benhaddou fahren aber als ich das Glitzern des Wassers sehe gibt es kein Halten mehr.

Die Landschaft ist bezaubernd und die Spiegelungen der alten Kasbah, die verfallen auf einer Insel steht, und der Wolken im See haben etwas mystisches.

Wir sind so begeistert, dass wir spontan unsere Pläne über den Haufen werfen und eine Nacht hier stehen bleiben. 

Die Fellnasen feiern Geburtstag 9.2.2019

Heute ist ein grosser Tag. Spella und Mia werden 9 Jahre alt.

Spella kam als kleiner süsser Welpe im Alter von 3 Monaten zu uns und unsere guten Vorsätze, wass ihre Erziehung angeht, waren so schnell dahin wie sie unser Herz erobert hat.

Da sie sich schon bald zum Couch-Potatoe entwickelt und ihre Schwester Mia ein neues Zuhause gebraucht hat, sie hatte die ersten vier Lebensjahr leider einen sehr schlechten Platz, bekamen wir schon bald Familienzuwachs.

Obschon Mia, da absolut nicht sozialisiert, nicht sehr einfach zu händeln war und leider manchmal immer noch ist wurden die Beiden schnell zum Dreamteam.

Das Leben und vor allem das Reisen mit Hunden ist nicht immer einfach und man muss auch auf Manches verzichten aber wir würden sie nie mehr hergeben.

 

Die Beiden geniessen ihren Geburtstag mit selbstgemachten Käse-Quark-Muffins und einem langen Spaziergang.

 

Auf Kuchen warten ist auch mit 9 Jahren nicht ganz einfach

Ait Benhaddou 9.2.2019-10.2.2019

Ait Benhaddou gilt als einer der schönsten Ksar von Marokko.

Man könnte es aber ohne weiteres auch als Wüsten-Märchenschloss bezeichnen.

Es liegt an einem Berghang in 1300m Höhe am Ufer des Flusses Asif Mellah und bildet einen Stop an der ehemaligen Karawanenroute zwischen der Sahara und Marrakesch.

Die Gebäude drängen sich dicht an dicht und sehen teilweise aus wie kleine Schlösschen. 

Beeindruckend wie gut die Gebäude, trotz der landestypischen Bauweise aus Stampflehm mit Luftziegeln, dem Wetter und der Zeit trotzen. Natürlich muss auch hier ständig restauriert werden aber dank dem Tourismus und der Filmindustrie ist zum Glück genügend Geld vorhanden.

 

Die Filmindustrie spielt hier eine grosse Rolle.

Bereits 1962 fanden hier die Dreharbeiten zum Film "Lawrence von Arabien" mit Peter O`Toole, Alec Guinness, Anthony Quinn, Jack Hawkins, Omar Sharif u.v.m. statt.

In den 1990er und 2000ern entdeckten dann die grossen Hollywood-Studios die Stadt für sich.

Filme wie "Kundun", "Die Mumie", "Sodom und Gommorha" folgten.

Spätestens aber durch den Film "Gladiator" im Jahre 2000 ist Ait Benhaddou als Drehort richtig bekannt.

Russell Crowe der Darsteller von Maximus, der als Sklave zum Gladiator ausgebildet wurde, ist besonders beliebt denn im Gegensatz zum Rest der Filmcrew interessierte er sich für die Menschen der Stadt und ihre Gebräuche. Er verbrachte viel Zeit mit den Einheimischen und in so manchem Wohnzimmer hängt immer noch ein Bild von ihm mit Originalunterschrift.

In neuerer Zeit sorgten vor allem die Dreharbeiten zu "Games of Thrones" für Aufsehen.

 

Wir fahren ins Dorf ein und sind geschockt. Nicht weil das Dorf schmutzig wäre oder so sondern wegen den Dutzenden von Cars die hier herumstehen. Überall ist alles voller Touristen, die im Minutentakt durch den Ksar geschleust werden.

Wir steuern erst einmal den Camping an und überlegen uns ob wir uns den ganzen Touristenrummel antun wollen.

Zum Glück erzählt mir der junge Receptionist vom Camping, dass wir erst so um 16.00 ins Ksar rauf sollen denn da seien die meisten Touristen weg.

Tatsächlich ist um 16.00 das Dorf fast leer und wir können uns auf den Weg machen.

Im Ksar tauchen wir ein in eine andere Welt, schlendern durch die engen Gassen, immer den Berg hinauf bis zum Aussichtspunkt.

Die Händler sind wohl müde vom langen Tag und so können wir uns, sogar fast ohne aufdringliche Angebote, die Buden ansehen.

Bei einem Laden will der Besitzer unbedingt Mia haben und bietet uns ein Dromedar an.

Er hat sogar schon das passende Geschäftsmodell parat : Dromedartouren durch St.Moritz für die reichen Touristen. 

Klingt nicht schlecht aber wir entscheiden uns erneut für Mia.