SÜDSPANIEN TEIL 2

Am 6.3.2019 betreten wir wieder europäischen Boden.

Wir schlafen eine Nacht auf dem Stellplatz in Los Barrios und decken uns dann mit den notwendigsten Lebensmitteln für die nächsten Tage ein.

Camping Valdevaqueros 7.3.2019-12.3.2019

Unsere nächste Station ist der Camping Valdevaqueros wo wir von Pepe schon freudig in Empfang genommen werden.

Unser Paket aus Deutschland und die Drohne sind auch da. So schön wenn alles klappt.

Wir wollen einen Moment hier bleiben um den Bus, die Wäsche, die Hunde und uns etwas auf Vordermann zu bringen. 

 

Am zweiten Tag lernen wir ein tolles Ehepaar aus Österreich kennen. Sie fahren ein

Mercedes-Expetitionsmobil, namens Franzl, dass sie mit viel Liebe und Geschick selber ausgebaut haben.

Wenn ihr mehr über die Beiden, Franzl, Sissi und ihre Reisen erfahren möchtet findet ihr sie auf : diejandlsunterwegs.wordpress.com

 

Wie das nun mal so ist, sitzen wir zusammen und verplaudern die Zeit.

Was solls, die Wäsche kann auch noch bis morgen warten.

 

Mit putzen, waschen und Strandspaziergängen verfliegt die Zeit und nach vier Tagen wollen wir los.

Am Morgen geht es mir aber gar nicht gut. Ich habe schreckliche Rücken- und Kopfschmerzen und könnte nur schlafen. So zu fahren macht keinen Sinn und wir beschliessen noch einen Tag zu bleiben.

Am nächsten Morgen fühle ich mich noch schlechter aber wir wollen weiter.

 

Aldea Beach 12.3.2019-13.3.2019 - Müssen wir abbrechen ?

Wir fahren zum Aldea Beach, wunderschön an der Costa del Sol, gelegen und in der Nebensaison ist es absolut kein Problem hier direkt am Strand zu übernachten.

Ich muss mich wieder etwas aufrappeln und wir beschliessen einen Spaziergang zu machen.

Nach einer halben Stunde gebe ich auf, ich muss mich unbedingt hinlegen.

Mir geht es immer besch....ener und ich denke ernsthaft darüber nach abzubrechen.

Da ich aber heute nicht entscheiden will schlafe ich erneut 14 Stunden durch.

Am Morgen geht es mir endlich etwas besser und als mir die Tabletten zu Boden fallen entdecke ich den Grund für meine "Krankheit".

Ich habe zwei Tage lang die Schlaftabletten mit den Schmerztabletten verwechselt !!!

Abbrechen kommt nun natürlich nicht mehr in Frage und in 1-2 Tagen werde ich von der hohen Schlafmitteldosis auch nichts mehr merken.

Der Platz ist wunderschön gelegen und recht sauber.

 

Koordinaten :

N 36.3097653

W  5.2592416

Tierarztklinik Terravet - San Pedro de Alcantara 14.3.2019

Schon seit längerer Zeit haben wir festgestellt, dass Mia stark aus dem Mund riecht.

Wir haben die Zähne regelmässig kontrolliert und bis gestern war alles normal.

Doch nun hat sich das Zahnfleisch entzündet und der vordere Schneidezahn wackelt sehr stark.

Um sicher zu gehen, dass sie keine Schmerzen hat gehen wir heute zum Tierarzt.

Nach einer gründlichen Untersuchung ist klar dass ein Schneidezahn raus muss und sie eine Zahnreinigung benötigt.

Wir wollen kein Risiko eingehen und entscheiden, dass wir die Behandlung gleich vor Ort machen lassen. Damit die Entzündung etwas zurück geht bekommt Mia eine Woche Antibiotika und danach wird der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt.

Wir haben ja zum Glück keinen Plan und genügend Zeit.

 

Die Tierarztpraxis wird von Dr.Barth und seiner Frau geleitet die Beide Deutsch sprechen.

 

Koordinaten :

N 36.4970838

W 4.9945397

 

Adresse :

Strasse Zypern 26

Pol.Ind.San Pedro

San Pedro de Alcantara

Lago de los Tortugas 13.3.2019-14.3.2019

Mir geht es schon etwas besser und die Auswirkungen der Schlafmittel-Überdosis lässt langsam nach.

Da am nächsten Tag noch eine Blutentnahme ansteht fahren wir an einen kleinen, künstlich angelegten, See unweit der Praxis um zu übernachten.

Wild campen ist in Spanien eigentlich verboten aber in der Nebensaison ist es, wenn man sich rücksichtsvoll benimmt, kein Problem. Dass man den Kehricht mitnimmt und alles so hinterlässt wie man es auch antreffen möchte ist dabei Ehrensache.

Der See ist an diesem sonnigen Tag ziemlich bevölkert aber gegen Abend wird es ruhiger und in der Nacht hört man nur noch die Tiere des Waldes.

Ein toller Platz mit Tischen, Bänken und einem Spielplatz.

 

Koordinaten:

N 36.5221169

W  4.9662116

Grosser Service und Ersetzen der Wasserpumpe 14.3.2019

In Marokko hat uns Jörg von www.hippo-on-the-road.de die Handynummer von Malaga Dieter gegeben da wir immer noch Probleme mit der Wasserpumpe haben und der grosse Service ansteht.

Nach einem kurzen Telefonat fahren wir zu ihm nach Malaga wo alles sofort in Angriff genommen wird.

Obschon Dieter ein Spezialist für T3 ist und die Garage voller Ersatzteile hat muss unsere alte Dame wieder einen Sonderwunsch haben. Zum Glück ist Dieter ein Profi und kann das spezielle Ersatzteil binnen einer halben Stunde auftreiben.

Wir möchten uns gar nicht ausmalen wie lange wir sonst wieder festgesessen wären.

Die ganze Aktion dauert ca.4,5 Stunden und unsere Dame ist wieder top fit.

Wir können die Garage absolut empfehlen und auch die VW T3 die man mieten kann sehen echt toll aus.

 

Kontakt :

0034 600 88 25 37

Koordinaten :

N 36.6726837

W  4.5469022

Stellplatz am Meer bei Malaga 14.3.2019-15.3.2019

Es ist schon 18.30 und da wir keine Lust haben noch weit zu fahren stellen wir uns direkt an den Strand in Malaga.

Hier hat es massenhaft Camper und der Platz ist nicht sehr sauber aber zum Übernachten reicht es allemal.

Wir verbringen eine ruhige Nacht fahren aber am Morgen weiter da wir keine Lust auf 

"Kuschelcamping" haben.

 

Koordinaten :

N 36.6775094

W  4.4483441

Caminito del Rey Adales 15.3.2019-17.3.2019

Wir sind einfach nicht dafür geschaffen tagelang irgendwo zwischen anderen Campern am Strand zu sitzen und so machen wir uns auf den Weg ins Hinterland.

Eigentlich würden wir gerne den Camininto del Rey, ehemals bekannt als gefährlichster Fussweg der Welt, begehen aber leider sind auf dem Steg Hunde verboten.

Macht aus Sinn, wenn man bedenkt, dass der Steg nur 1 Meter breit ist und in schwindelerregende Höhen führt.

Der Weg ist rund 8 Kilometer lang und führt über Schluchten die über 100 Meter tief sind.

Da es sich bei den Stegen auch ab und zu um Hängebrücken handelt und wegen der Höhe ist der Steg, wenn auch jetzt gut gesichert, nach wie vor ein Nervenkitzel.

Wer mehr über den Steg, die Preise und Vorschriften wissen möchte findet alles auf der Webseite von Caminito del Rey http://www.caminitodelrey.info/de .

Auch wenn wir den Königspfad nicht beschreiten können ist es wunderschön hier und wir geniessen die Natur und das Wandern mit den Hunden.

Nach langem können sie wieder einmal ohne Leine nach Herzenslust herumtollen.

Wir machen eine knapp 8 Kilometer lange Wanderung und werden mit einer grandiose Aussicht belohnt.

Südspanien hat wirklich mehr zu bieten als nur überfüllte Strände !

Embalse del Conde de Gudalhorce 17.3.2019-19.3.2019

Der Campingplatz ist super toll gelegen und sauber aber nach zwei Tagen zieht es uns weiter.

Frei stehen ist einfach schöner. Wir fahren etwas weiter runter und finden am See ein zauberhaftes Plätzchen. Da Sonntag ist haben natürlich auch viele andere dieselbe Idee aber gegen Abend wird es ruhiger und am nächsten Morgen verschwinden auch die Letzten, so dass wir den ganzen Platz für uns alleine haben.

Wegen des starken Windes ist es etwas kühl aber bei ca. 22 Grad und Sonnenschein, im März, darf man nicht jammern.

Yves und Mia vergnügen sich am Ufer. Mia stapft im Wasser herum, während Yves versucht unser Abendessen zu angeln. Angesichts dieser Konstellation habe ich da jedoch nicht sehr viel Hoffnung. Was solls, verhungern werden wir nicht und Hauptsache den Beiden macht es Spass.

 

Koordinaten :

N 36.905466

W  4.822050

Tierklinik Terravet- Die Operation 22.3.2019

Heute gilt es ernst. Nach einer schlaflosen Nacht machen wir uns wieder auf den Weg zu Dr.Barth.

Noch einmal erklärt mir der Arzt die Risiken des Eingriffs und dann bekommt Mia auch schon die Spritze zum Einschlafen.

Herr Barth lässt uns alleine im Zimmer damit sich Mia beruhigen kann und nicht mehr Stress hat als unbedingt nötig.  Ganz sicher eine tolle Lösung für Mensch und Tier.

 

Die Operation verläuft zum Glück sehr gut und schon um 10.48 bekomme ich die erlösende Whatsapp mit einem Foto von Mia die noch etwas beduselt dreinschaut.

Um 12.00 können wir Mia abholen, es macht keinen Sinn dass sie noch länger da bleibt und man sie unnötig quält.

 

Etwas belämmert aber glücklich mich zu sehen rennt sie mir entgegen und die gezogenen vier Zähne scheinen sie absolut nicht zu stören.

 

Sie verschläft den Nachmittag im Bus und am Abend ist sie schon wieder top fit und kläfft alles an was sich bewegt.

Noch nie waren wir so froh sie kläffen zu hören.

 

Dr.Barth meldet sich am nächsten Morgen noch einmal bei uns um sich nach Mia zu erkundigen-

Alles im grünen Bereich, sie ist wieder ganz die Alte und ihre Zahnlücke steht ihr sehr gut.

 

Koordinaten Klinik :

N 36.4968278

W  4.9945106

Nerja 23.3.2019

Nachdem wir nun einige Zeit in Marbella und Umgebung verbracht haben zieht es uns weiter.

Die Gegend der Schönen und Reichen ist gar nicht unser Ding. Überall Botox-To-Go, Schönheits- und Haartransplatationskliniken, Nobelbunker und dicke Autos.

Wir mögen eher "normale" Menschen, mit Falten, Hängebauch und erhöhtem Haaransatz, aber zum Glück sind die Menschen ja verschieden.

Unser erster Halt ist Nerja, ein wunderschön an der Küste gelegenes Städtchen.

Nerja ist ein beliebter Badeort mit vielen Touristen und trotzdem hat es sich seinen Charme erhalten.

Wir geniessen es durch die Altstadt zu flanieren und uns die kleinen Geschäfte anzusehen.

Ein super leckeres Milchshake krönt unseren Bummel.

Desierto de Tabernas 23.3.2019-27.3.2019

Nach dem ganzen Rummel zieht es uns in die Einöde. 

Wir fahren in die Wüste von Tabernas, sie befindet sich etwa 30 Kilometer von Ameria, im Landesinnern, entfernt.

Die Wüste von Tabernas ist die einzige Wüste in Europa.

Für das trockene Klima im 11.625 Hektar grossen Naturgebiet sind die angrenzenden Gebirgszüge Los Filabres und Alhamilla verantwortlich.

Durchschnittliche Niederschlagsmengen von unter 250 mm, Temperaturen von meistens über 17 Grad und mehr als 3000 Sonnenstunden machen dieses Gebiet zur heissesten und trockensten Region auf dem Kontinent.

Da verwundert es nicht dass das Forschungszentrum Plataforma Solar de Almeria hier sein Testgelände hat.

 

Wo es heute so trocken ist konnte man sich früher vor Wasser kaum retten.

Erstaunlich wenn man bedenkt dass hier früher Meer war. Mit sinkendem Meeresspiegel lagerten sich Sand, Ton und Schlamm in den Sedimentbecken ab.

Danach schufen Sonne, Wind und Regen eine der faszinierendsten Landschaften von Spanien.

 

Erstaunlich wie viele Überlebenskünstler es hier gibt.

Pflanzen wie zum Beispiel die Cistanchen, der Malterserschwamm, das für Andalusien typische Esparto-Gras, aus dem Körbe geflochten werden, Thymian, Beifuss, Tamarisken, Oleander, Feigenkakteen und Ginstersträucher trotzen der Hitze und der Trockenheit.

Aber auch Tiere leben trotz der unwirtlichen Bedingungen hier.

Vielerlei Vogelarten, darunter sogar Adler, aber auch Füchse, Marder, Kaninchen, Siebenschläfer und zwei seltene Igelarten haben sich an die Wüste angepasst.

 

Die Gegend ist natürlich geradezu prädestiniert als Filmkulisse zahlreicher Blockbuster.

So einige Regisseure und Schauspieler sind in der 60er und 70er Jahren hierher gekommen und haben die ganze Region ernährt.

Zu den berühmtesten der hier gedrehten Filme zählen Sergio Leones Dollar-Trilogie mit Clint Eastwood, sowie "Spiel mir das Lied vom Tod" mit Henry Fonda, Claudia Cartinale und Charles Bronson. Aus anderen Genres "Lawrence von Arabien", "Cleopatra", "Conan der Barbar" und "Der letzte Kreuzzug".

Das bei Tabernas gelegene Fort Bravo ist das grösste Westerndorf und das einzige von drei noch erhaltenen(es gab bis zu 14), welches auch heute noch für Dreharbeiten genutzt wird.

Es diente unter anderem als Filmkulisse für "Zwei Fäuste für ein Halleluja" mit Bud Spencer und Terence Hill, "Winnetous Rückkehr" mit Pierre Brice, "Der Schuh des Manitu" mit Michael Herbig und "Die Daltons gegen Lucky Luke".

Nach den Dreharbeiten lässt man die Kulissen einfach stehen, kümmert sich aber nicht mehr darum, so dass man immer wieder auf Überreste stösst.

 

Schon bei der Hinfahrt sind wir fasziniert von stark gefurchten Berghängen, den Süssgrassteppen und den ausgetrockneten Wadis.

Wir fühlen uns wie nach Marokko zurück versetzt.

Spanien überrascht uns immer wieder, wir hätten nie gedacht wie vielseitig dieses Land ist und was es alles zu bieten hat wenn man die Touristenpfade verlässt.

Wir stellen und auf einen Hügel und verbringen 5 wunderbar ruhige Tage.

Einzig der Wind, der mit Böen von 50 Stundenkilometern unser ständiger Begleiter ist, stört die Stimmung ein wenig.

Wir streifen durch die Gegend und scheuchen das ein oder andere Wildkaninchen auf, da Mia sie jagt muss sie wohl oder übel an die Leine.

Dass es hier noch andere Tiere gibt verraten uns die Pfotenabdrücke, die wir am Morgen rund um den Bus finden. Worum es sich dabei gehandelt hat können wir nicht sagen da unsere tollen Wachhunde nicht angeschlagen haben.

Auch wenn wir uns an manchen Stellen fühlen wie im Wilden Westen begegnen uns leider keine Indianer oder Cowboys.

Wir würden gerne noch länger bleiben aber leider müssen wir weiter da unsere Wasservorräte langsam knapp werden.

 

Koordinaten:

N 37.057756

W  2.418587

Granada 27.3.2019

Granada ist ein Muss wenn man in dieser Gegend ist.

So steht es überall geschrieben und auch wir halten uns daran.

Die Alhambra ist eine 740 Meter lange Burganlage und ein weltweit berühmtes Zeugnis der islamischen Kunst.

Sie wäre sicher auch von innen wunderschön anzusehen aber da man die Tickets schon im voraus beziehen muss und wir keine Lust haben den Reisegruppen hinterher zu watscheln entscheiden wir uns gegen einen Besuch.

Wir beschliessen stattdessen den Stadtteil Albaicin anzusehen.

Der Stadtteil Albaicin ist der älteste Stadtteil Granadas und die meisten Gebäude stammen aus der Zeit der maurischen Besiedlung.

Wenn man erst den Berg hinaufgekraxelt ist, natürlich ist es heute windstill und heiss, wird man mit einem tollen Ausblick auf die Alhambra und die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada belohnt. Vom Mirador San Nicolas aus hat man den besten Ausblick.

Der Platz ist sehr gut besucht, viele Hunde, Touristen und auch einige "Hängengebliebene", die hier versuchen mit selbstgemachtem Schmuck etwas Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Ich will mir gerade den Schmuck, der auf einem Tuch auf dem Boden präsentiert wird anschauen, als es plötzlich ganz schnell geht.

Jemand ruft "Guardia" und innert Sekunden ist alles weggeräumt und der Platz leer.

Eine Minute später steht auch schon ein Polizeiauto mit zwei Polizisten da.

Sie steigen aus, markieren Präsenz und spielen auf ihren Handys herum.

Offenbar ein Spiel dass sich täglich wiederholt und alle nicht mehr so ernst nehmen, solange das Frühwarnsystem funktioniert.

Natürlich bin auch ich der Meinung, dass man sich an die Gesetze halten und Steuern abgeben sollte aber angesichts der Abermillionen die jährlich von den Grossen am Fiskus vorbei geschleust werden sind die wenigen Euros die hier schwarz verdient werden nicht ganz so tragisch.

Wir schlendern noch etwas durch das Viertel und gönnen uns eine Portion Calamares Frito in einer kleinen Strassenkneipe.

Als wir einen Muezzin zum Gebet rufen hören wird uns wieder bewusst wie nah dieser Teil Spaniens immer noch mit dem Islam zusammenhängt.

Cordoba 30.3.2019-1.4.2019

Naja als ruhig kann man unseren Übernachtungsplatz für die nächsten 3 Tage nicht gerade bezeichnen.

Er liegt zwischen zwei Hauptstrassen mit vielen Ampeln und direkt neben dem Fussballstadion. Die Spanier sind ja sowiso nicht gerade als ruhiges Volk bekannt, aber wenn es um Fussball oder ums Hupen an der Ampel geht sind sie unschlagbar.

Für uns nicht weiter tragisch, auf Reisen gewöhnt man sich an fast alles und das Gehupe können wir schnell ausblenden.

Dank der Parkplatzwächter und der anderen Camper fühlt sich der Platz sicher an, dies ist auch der Grund warum wir uns in grossen Städten keinen abgelegenen, ruhigen Platz suchen.

Das Beste aber ist der Park direkt daneben und die kurze Distanz zur Altstadt.

 

Cordoba ist eine Stadt , die uns total verblüfft.

Wir waren schon in Marokko sehr erstaunt wie nahe und friedlich die verschiedenen Glaubensrichtungen zusammen leben, dass dies auch in Europa noch der Fall ist überrascht uns noch mehr.

Die Stadt ist geprägt von Moscheen, Synagogen und Kirchen.

Die Mezquita in Cordoba

Die Moschee ist das bedeutendste Monument Cordobas.

Der Bau wurde kurz nach dem Machtantritt von Abd al- Rahman III.über das Emirat begonnen.

Ihre ältesten Fundamente ruhen auf den Resten der ursprünglichen, westgotischen Basilika von San Vincente. Nach der Rückeroberung durch die Christen beschloss König Alfons X zu Beginn des 16.Jahrhunderts im Herzen der Moschee eine Kathedrahle zu bauen, die sich heute mitten in einem atemberaubenden Wald von arabischen, rot-weissen Bögen erhebt.

 

Beeindruckend wie die zwei Religionen miteinander verschmelzen. Auf der einen Seite typisch arabische Verzierungen und eine islamische Gebetsnische (Mihrab) und auf der anderen Seite goldene ALtäre, eine grosse Orgel und Jesusstatuen.

 

Die Öffungszeiten findet ihr auf der offiziellen Homepage von Cordoba.

https://www.turismodecordoba.org/

 

Ein kleiner Tipp für Frühaufsteher:

Montags- bis Samstags ist der Eintritt von 8.30-9.20 kostenlos.

9.20 desshalb weil der, nicht gerade freundliche, Securitas nur bis GENAU 10 Minuten vor Ablauf der Gratisstunde Besucher einlässt.

Ansonsten finden wir den Eintrittspreis von 10 Euro pro Person sehr hoch.

Der Glockenturm und Aussichtspunkt Torre Campanaria

Der Torre Campanario gehört ebenfalls zur Anlage der Mezquita, befindet sich aber ausserhalb des Kichengebäudes und wurde erst nachträglich in die Mauern des grossen Vorhofes intergriert.

 

Man kann den Glockenturm auch besteigen und hat eine wunderbare Aussicht auf die Altstadt, die Mezquita und den Fluss.

 

Der Eintritt kostet 2 Euro.

 

Die Juderia

Die Juderia ist das älteste Viertel Cordobas und befindet sich direkt neben der Moschee.

 

Es besticht durch seine engen, weissgekalkten Gassen und die Blumeninnenhöfe.

Die wunderschönen Innenhöfe der historischen Gebäude werden Patios genannt.

Komplett mit Blumen, alten Vasen und Verzierungen geschmückt, könnten die meisten Patios einem Märchen aus 1001 Nacht entsprungen sein.

Vor allem während des "Festival de los Patios" im Mai, putzen viele Besitzer die Innenhöfe ihrer Gebäude besonders heraus und machen sie öffentlich zugänglich für Touristen und Einheimische.

 

Im Viertel steht auch eine der wenigen, bis heute unverändert erhaltene Synagoge. Sie wurde im 14.Jahrhundert erbaut, als sich Cordoba unter christlicher Herrschaft befand, und hat den Zauber der Zurückhaltung nicht eingebüsst.

Nach der Ausweisung der Juden und dem Verbot der Religonsausübung wurde die Synagoge kurzzeitig als Kirche verwendet.

Calle de Cairuan

Märchenhaft geht es auch ausserhalb der früheren Stadtmauer weiter.

Die Calle de Cairuan führt an einem winzigen Fluss entlang und teilweise wachsen an den uralten Gemäuern grüne Pflanzen und bunte Blumen bis ins Wasser hinein.

Sogar ein wirklich schöner, mehrstufiger Brunnen wurde an den Anfang der Strasse gebaut. 

Perfekt um bei der Hitze Cordobas, es gilt als heisseste Stadt Spaniens, die Füsse ins kalte Wasser baumeln zu lassen.

 

Torre de la Calahorra und Puente Romano

Um von unserem Schlafplatz in die Altstadt zu gelangen überqueren wir die bekannte Romana-Brücke mit dem beeindruckenden Torre de la Calahorra.

 

Die Brücke ist ein Überbleibsel aus der römischen Vergangenheit Corodobas, sie überquert den Fluss Guadalquivir und wurde das erste mal 45 v. Chr. errichtet.

Im Laufe der Jahre wurde sie immer wieder renoviert und ist heute eines der ältesten Monumente der Stadt.

Einen ganz speziellen Anblick bietet die Brücke vor allem Nachts wenn sie von vielen Scheinwerfern beleuchtet wird.

 

Am Ende der Brücke steht der mächtige Torre de la Calahorra, er ist der älteste Wachturm der Stadt und wurde von den Mauren im Mittelalter errichtet. 

Früher hat er die Brücke und den Zugang zur Stadt gesichert.

 

Cordoba hat noch viel mehr zu bieten und zwei Tage sind viel zu kurz für diese spezielle und wunderbare Stadt.

Einen Besuch ist sie auf alle Fälle wert, vor allem im Frühjahr und Herbst.

Während der Sommermonate sind Temperaturen von 40-50 Grad keine Ausnahme.

Playa de la Tamuyoso 2.4.2019-5.4.2019

Nach zwei Tagen auf einem Camping in der Nähe von Cordoba zieht es uns weiter.

Wir brauchen wieder etwas Natur und Ruhe.

Unser nächster Platz liegt deshalb auch an einem Stausee in der Nähe von Banos de la Encina.

Nachdem wir stundenlang durch ein riesiges Olivenbaum-Gebiet gefahren sind fühlen wir uns hier nach Finnland zurück versetzt.

Nur Wasser, Bäume und Vogelgezwitscher !

Genau so muss der ideale Platz für uns sein.

Da sehr selten jemand vorbei kommt können die Hunde ohne Leine herumtrotten und die Gegend auf eigene Faust erkunden.

Wir verbringen die Zeit mit Lesen, spazieren und entspannen.

Seht euch die Bilder an und ihr werdet verstehen warum solche Orte für uns wahre Energiequellen sind.

 

Solche Orte sind auch immer ideal um die Hunde wieder zivilisationstauglich zu machen.

Heute ist Mia an der Reihe und lässt die Dusche und das Haare schneiden tapfer über sich ergehen.

Die Haare putzen wir natürlich fein säuberlich zusammen, bis wir sehen wie die Vögel sich lautstark um ein Fellbüschel streiten und auch das kleinste Fisselchen sofort gesammelt wird.

Wir legen die Haare wieder auf den Boden und nach einer knappen halben Stunde ist kein Haar mehr zu sehen.

So tolles Stopfmaterial fürs Nest kriegt man natürlich auch nicht alle Tage.

 

Koordinaten:

N 38.17893

W  3.794762

Mia, süchtig nach Gemüsen und Früchten aller Art !

Regen, Regen, Regen 5.4.2019-?

Nachdem wir bisher wahnsinniges Glück mit dem Wetter hatten, sehen die Prognosen für die nächsten Tage alles andere als gut aus.

 

Wir flüchten erst einmal auf einen Campingplatz und warten ab.

Es regnet und regnet, alles ist Nass und Besserung ist nicht in Sicht.

 

Nach drei Tagen entscheiden wir an die Küste zu fahren und den Weg des Don Quijote de la Mancha ein anderes Mal zu besichtigen.

 

Schade, klingt die Beschreibung auf der Webseite von spain.info sehr interessant :

 

Machen Sich sich bereit, denn Sie werden gegen Windmühlen kämpfen, die eigentlich Riesen sind, die Liebe Dulcineas zu erringen versuchen und Gerichte wie "Duelos y Quebrantos" (Spiegelei mit Schinken und Chorizo) kosten.

Die Tour ist nicht nur eine literarische, sondern zugleich eine Reise durch einige der bezauberndsten Landschaften Spaniens.

In etwa 7 Tagen führt sie durch 13 Städte und Gemeinden im Landesinnern.

 

Seis drum, wir brauchen wieder etwas Sonne und fahren Richtung Valencia.

Embalase de Embarcaderos 8.4.2019-10.4.2019

Nach den endlos langen Tagen auf dem Camping brauchen wir, bevor wir ins Grossstadt-Getümmel von Valencia kommen, etwas Natur.

 

Ausserdem hat auch Spella eine Dusche und einen Haarschnitt dringend nötig.

Yves macht sich bei typischem Aprilwetter mit kurzen, aber starken Regengüssen auch gleich an Werk.

Die Begeisterung von Spella hält sich in Grenzen.

Der Stausee liegt zwar in Sichtweite eines Kernkraftwerks aber das stört uns nicht weiter.

Wir geniessen die zwei Tage in totaler Ruhe und auch die Polizei, die ab und zu vorbeifährt, hat offenbar keine Probleme mit uns.

 

 

Koordinaten :

N 39.240966

W  1.053685

Nationalpark Albufera 10.4.2019-14.4.2019

Der Nationalpark Albufera liegt unmittelbar neben Valencia.

Wir verbringen hier 4 Tage auf einem tollen Campingplatz und geniessen die Spaziergänge im Wald und am Strand.

Mia ist total happy, kann sie doch endlich wieder im Meer plantschen.

Valencia 12.4.2019

Valencia hat eigentlich alles.

Von gut erhaltenen alten Gebäuden bis zu sehr modernen Gebilden, bis hin zu tollen Stränden.

 

Wir machen uns schon um 9.00 auf den Weg um sicher noch einen Parkplatz zu ergattern, aber weit gefehlt, überall ist alles schon total zugeparkt und wir haben grosses Glück ungefähr 1,5 km von der Altstadt entfernt noch einen Platz zu finden.

Parkieren ist in Spanien sowieso nicht ganz einfach. Die meisten Parkhäuser sind sogar für unseren Bus zu niedrig und normale Parkplätze meist belegt.

Wer ohne Hunde unterwegs ist sollte desshalb auch besser auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

 

Wir spazieren in die Altstadt, die wirklich wunderschöne Markthallen, Kathedralen und Plätze hat.

Für eine Tour durch die ganzen Kathedralen und Museen in der Altstadt kann ich den Sonntagmorgen empfehlen, denn dann ist der Eintritt in die meisten Sehenswürdigkeiten kostenlos.

Da sowieso überall Hundeverbot ist spielt das für uns keine Rolle.

Eigentlich wollen wir das Wassergericht sehen, das jeden Donnerstag um 12.00 auf dem Platz vor der Kathedarle da Valencia tagt, aber es hat schon jetzt so viele Touristen in der Stadt dass wir keine Chance haben auch nur in die Nähe zu kommen.

 

Das Wassergericht von Valencia ist etwas ganz besonderes.

Es löst mündlich und vor allen Interessenten Streitigkeiten über die Nutzung des Flusswassers.

Es handelt sich um eine tausendjährige Institution, die Konflikte auf wirksame und beispielhafte Weise löst.

 

Dies läuft folgendermassen ab :

 

Nachdem sich die gewählten Vertreter auf ihre Stühle gesetzt haben, liest der Gerichtsbote die Namen der Vertreter der Bewässerungsgräben vor, die sich aus dem Flusswasser speisen

( Quart, Benager y Faitanar, Tormos, Mislata, Chirivella, Mestalla, Favara, Rascanya und Rovella) und zwar in der Reihenfolge in der sie das tun.

 

Wenn es einen Rechtstreit gibt, beginnt nach dem Satz "Denunciants de la Séquia..." der Prozess, der auf valencianisch stattfindet.

Der Angeklagte wurde zuvor geladen und kann bis zu drei Mal gerufen werden; falls er nicht erschient, kann er in Abwesenheit verurteilt werden, obwohl dies oder eine Vorführung durch die Polizei noch nie nötig war.

Alle Beteiligten nehmen in ihrem Namen teil, es gibt weder Anwälte noch schriftliche Dokumente.

Das Wassergericht kann Kläger und Angeklagten Fragen stellen, um über die notwendigen Informationen zu verfügen, und ohne weitere Formalitäten berät es sich und spricht das Urteil. 

Um keine Zweifel an der Unparteilichkeit bei der Entscheidung des Gerichts aufkommen zu lassen, nimmt der Vertreter des betreffenden Bewässerungsgrabens nicht an der Entscheidungsfindung teil; und die Urteile sind Vorschläge der Vertreter der Bewässerungsgräben, die sich auf der den Streitparteien gegenüberliegenden Seite des Flusses befinden.

Nach einer Abstimmung wird das Urteil gefällt und bekannt gegeben.

 

Beeindruckend wie schnell, kostengünstig und einfach Urteile gefällt werden können, wenn sich nicht jeder noch eine goldene Nase daran verdienen will und man sich direkt und öffentlich miteinander auseinandersetzen muss.

 

Eigentlich gäbe es in Venecia noch so viel zu sehen, aber nach 10 km Fussmarsch sind die Hunde und wir für heute bedient und wir machen uns auf den Rückweg zum Camping.

Teruel 14.4.2019

Da uns Gerald und Jutta von diejandlsunterwegs.wordpress.com so von Teruel vorgeschwärmt haben, wollen wir uns die Stadt auch ansehen.

Was soll ich sagen, die Beiden haben absolut nicht übertrieben.

Teruel ist etwas ganz besonderes und wir sind froh den Tip bekommen zu haben.

 

Was uns zuerst ins Auge sticht sind die Türme im Mudéjarstil mit ihren farbigen Kacheln.

Die Mudejaren waren Menschen islamischen Glaubens, die nach der christlichen Reconquista unter Einschränkungen weiterhin ihre Religion ausüben konnten. Der spanische Begriff mudéjar stammt aus dem Arabischen und bedeutet: jener der bleiben darf.

Einige waren Handwerker, die in der Tradition der maurischen Baukunst arbeiteten. Sie verbanden diesen Stil mit christlichen Elementen der Romantik, Gotik und Renaissance.

Mit der Eroberung von Granada durch die Kastilien wurde diese Tradition gewaltsam fast vollständig abgebrochen.

Zum Glück blieben aber die Gebäude erhalten und werden augenscheinlich auch heute noch sorgsam gepflegt.

 

Was uns auch immer wieder auffällt ist die Sauberkeit und Gepflegtheit der Städte im Landesinnern.

 

Wir schlendern durch die Stadt vorbei am Mausoleum de los Amantes de Teruel (Der Liebenden von Teruel).

Hier werden die Särge des mittelalterlichen Liebespaares Isabel de Sequra und Juan Diego de Marcilla ausgestellt. Deren Liebe aufgrund der Hartherzigkeit von Isabels Vater unerfüllt blieb und leider kein Happy-End hatte.

Erinnert irgendwie an Romeo und Julia.

 

Auf dem zenralen Hauptplatz Plaza de Carlos Castel, bei den Einheimischen Plaza del Torico genannt wegen des kleinen, kaum 45cm langen und 37cm hohen Stieres der auf einer Säule steht, genehmigen wir uns ein kühles Bier und eine Cola.

Interessant, einfach hier zu sitzen und den Menschen zuzuschauen.

 

Wenn man nach Teruel kommt sollte man sich etwas Zeit nehmen und auch durch die kleinen Gassen spazieren.

Gerade hier findet man den Zauber der diese Kleinstadt ausmacht.

 

Auch der Gegensatz zwischen alt und neu macht den Charme dieser Stadt aus !

Fast vergessen !

Liebi Tasmin aues Liebe, viu Glück, Gsundheit und ganz viu Schöns im nöie Läbensjahr !

Rio Guadalaviar 14.4.2019-16.4.2019

Und wieder finden wir einen genialen Platz zum Übernachten.

Diesmal direkt am Rio Guadalaviar zwischen Teruel und Albarracin.

 

Als wir aussteigen sticht uns sofort ein Duft in die Nase den wir erst gar nicht einordnen können.

Irgendwie bekommen wir beide Hunger nach italienischem Essen und bald ist klar wieso:

der ganze Boden ist überwachsen von wildem Thymian.

Ich habe schon gelesen, dass es hier sehr viele wilde Kräuter gibt aber mit einer solchen Menge habe ich nicht gerechnet.

 

Die Landschaft ist faszinierend und immer wieder total verschieden.

Je nach Licht nimmt der Fluss immer wieder eine andere Farbe an und auch die Felsen erstrahlen in den unterschiedlichsten Farbtönen.

Und heute, 15.4.2019 schon wieder ein Geburtstag !

Schätzu, i wünsche Dir aues Liebe, Glück und viu Gsundheit so das mir no ganz mängi Reis zäme chöi mache !

I liebe Di !

Muntsch

Update : Auf der Flucht

Nachdem es schon ein paar Mal etwas geregnet hat, schüttet es um 22.00 plötzlich wie aus Kübeln !

Da der Boden lehmig ist und wir auch ein Stück Off-Road gefahren sind bleibt uns nur die Flucht. Wir packen in Windeseile zusammen und schaffen es gerade noch den Hügel hoch.

Wahnsinnig wie schnell es geht und der Boden glitschig wird so, dass die Hinterräder durchdrehen.

Wir fahren bis Albarracin und verbringen dort den Rest der Nacht, bei strömendem Regen, auf dem Stellplatz.

Albarracin 16.4.2019-17.4.2019

Die Tatsache, dass es das Städtchen Albarracin überhaupt noch gibt, erscheint fast wie ein Wunder.

 

Gerade der Süden der Provinz Aragon leidet stark unter Landflucht. Dies betrifft insbesondere das Gebiet um Teruel, das mit gut zwei Menschen pro Quadratkilometer zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens zählt.

 

Und trotzdem, oder gerade deshalb, kämpft hier die kleine Stadt mit insgesamt gut 1`000 Einwohnern die auch noch auf über 450 Quadratmetern verstreut leben, relativ erfolgreich gegen den Untergang.

Es wird versucht durch die kontinuierlichen Restaurationsarbeiten zum Erhalt und zur Wiederherstellung der mittelalterlichen Substanz Arbeitsplätze zu schaffen und auch der Tourismus ermöglicht einigen den Lebensunterhalt.

 

Albarracin zählt zu den "Schönsten Gemeiden Spaniens".

 

Schon der erste Blick auf die gewaltigen Stadtmauer, die das historische Zentrum umfassen, ist überwältigend ist überwältigend.

Über der steilen Schlucht des Flusses Guadalaviar kleben die mittelalterlichen Gebäude mit ihrem rötlichen Verputz fest am Hang.

Über der Altstadt trohnt auf einem Felsen das Schloss, der Alcazar de Albarracin, ein wenig tiefer reckt sich der mit farbigen Kacheln verzierte Turm der Kathedrale in die Luft.

Den höchsten Punkt der Wehranlage markiert der rechteckige Torre del Andador.

 

Die Grundzüge dieses in der Einsamkeit der Berge errichteten Ensembles geht auf die Berberdynastie der Raciniden zurück, die hier in den Jahren 1012 bis 1104 eines von vielen Königreichen errichteten.

Der Name der Stadt geht auf den Begriff Banu Razin, Söhne Razin, zurück.

 

Albarracin wird wohl überwiegend von spanischen Touristen besucht da es nicht auf den üblichen Touristenrouten liegt. Eigentlich schade, wir sind total begeistert von der Bauart und der speziellen Weise wie sich die Häuser an den Berg schmiegen.

 

 

Ich habe nicht herausgefunden auf welcher Höhe der Norden von Spanien beginnt aber da wir jetzt oberhalb der Mitte sind und noch weiter hoch fahren machen wir jetzt weiter bei Nordspanien.