DÄNEMARK

Wiso ich Dänemark unter Skandinavien eingeortnet habe hat zwei Gründe.

Erstens aus geschichtlicher und sprachlich-kultureller Hinsicht setzt sich Skandinavien im engeren Sinne aus Schweden, Norwegen und Dänemark zusammen.

Im weiteren Sinne werden auch ganz Finnland und seltener Island und die Färöer zu Skandinavien gezählt.

Und Zweitens und für mich viel wichtiger, sehen sich die meistens Dänen als Skandinavier.

 

 

Kopenhagen 1.9.2018

Den ersten Tag in Dänemark verbringen wir auch gleich in der Hauptstadt Kopenhagen.

Wir besuchen zuerst das Hipsterviertel Vesterbro-Istegade.

Istegade ist eine Straße in Verstebro-Viertel, welche auf viele Arten und Weisen ein anderes Bild der Stadt zeigt. Hier findet man eher Studenten und Hipster als Geschäftsmänner, eher Familien als Fashion. Früher war dies eine drogen-versiffte Gegend, allerdings entschied man eines Tages, dass es genug damit ist, und stellte um auf gemütliche Cafés, Restaurants und lustige Bars.

Hier fühlt man sich einfach wohl und in der Bäckerei Meyers haben wir den besten Spandauer, ein Blätterteiggebäck mit Vanillesauce, gegessen den wir wohl in unserem Leben je essen werden.

 

Danach schlendern wir durch den Assistenzfriedhof.

Eine wunderschöne Allee führt quer durch den Friedhof, der mehr an einen Park erinnert. Die Gräber sind nicht streng in Reih und Glied angelegt, alles wirkt offen und individuell. Beim Spazieren duch den Friedhof kommt man richtig zum Durchatmen, schauen und Pausieren, ohne diese bedrückende Schwere.

Hier kann man die Gräber von Martin Anderson Nexo und Niels Bohr sowie H. C. Anderson besichtigen.

 

Die nächste Station ist eine herbe Enttäuschung.

Ich habe mich sehr gefreut den Freistaat Christiania zu sehen da ich mich für besondere Lebensarten interessiere. Ich habe viel über den Freistaat mitten in Kopenhagen gelesen und bewundert wie die Menschen sich für ihr freies Leben eingesetzt haben.

Christiania wird von der dänischen Regierung als staatlich geduldete autonome Gemeinde anerkannt.

Christiania ist der 1971 von dänischen Hippies ausgerufene Freistaat auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne im Stadtteil Christianshavn. Heute sollen noch etwa 1000 Aussteiger in Christiania leben, wie viele es tatsächlich sind, weiß niemand, denn die 34 Hektar große Siedlung wird basisdemokratisch verwaltet, bei Konflikten setzt man auf Selbstregulierung und: "Eine Polizei gibt es nicht."

Eigentlich finde ich den Gedanken der Selbstverwaltung gut und auch ein Leben abseits der täglichen Konsumgesellschaft ist sicher zu überdenken aber wass wir hier sehen zeigt uns wieder einmal das der Mensch zu dumm ist ohne Regeln zu leben.

Unsere Hunde werden schon nach wenigen Minuten von einem Hund belästigt der offenbar nicht wirklich weiss was sich gehört, denn erst als ein anderer Hund uns zu Hilfe eilt und ihn vertreibt lässt er unsere Damen in Ruhe.

In Christiania herrscht die Regel, dass man Hunde nicht an der Leine hält aber angesichts der Berge an Abfall die sich hier türmen ist es uns zu gefährlich die Hunde frei laufen zu lassen.

Nun spazieren wir durch die "Pusher Street",ich habe in der Zeitung gelesen dass im Mai die Christianitter die Strasse von den Drogendealern geräumt haben aber davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Überall stehen Typen die ganz offiziell Hasch in grossen Mengen verkaufen.

 

Ich weiss nicht ob es daran liegt dass ich alt werde oder ob wir einfach den "schönen" Teil von Christiania nicht gesehen haben aber ich habe nach einer halben Stunde genug von dem ganzen Dreck und den stinkenden, besoffenen und bekifften Menschen hier.

Schade, den eigentlich kann es das ja nicht sein sonst hätten doch nicht hunderte von Menschen schon so von diesem Ort geschwärmt.

Wir werden es wohl nie erfahren und machen uns auf den Weg zurück in die Konsumgesellschaft.

 

Hier noch ein paar Zeilen aus der offiziellen Webseite des dänischen Touristenverbandes.

 

 Wichtige Sicherheitshinweise:


Christiania war immer ein kontroversielles und weiterhin viel diskutiertes Gebiet, nicht zuletzt wegen des Handels mit Hasch. In jüngster Zeit hatte die dänische Polizei keinen freien Zugang zum Gelände, was auch für Touristen Probleme bedeuten kann. Einige Besucher empfinden Christiania auch als rau, vor allem die Gegend um die Pusher Street.

Wenn Sie Christiania besuchen, sollten Sie auf jeden Fall auf die Hinweisschilder am Eingang achten, was erlaubt und was verboten ist. Dazu gehören etwa Regeln zum Führen und Benutzen von Handys in Christiania sowie zum Fotografieren. Sie sollten zu Ihrer eigenen Sicherheit in Christiania weder fotografieren noch filmen.Das Fotografieren in der Nähe der Pusherstreet ist verboten.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie gar keine Fotoapparate u.ä. mit nach Christiania nehmen. Jüngst wurde ein Tourist dort angegriffen, weil er einen Fotoapparat dabei hatte, obwohl er nicht fotografiert hat. Dasselbe gilt für Kameras in Handys.

 

Nun wisst ihr wesshalb hier keine Bilder kommen.

 

 

Auf unserem Plan steht jetzt noch ein kurzer Besuch von Nyhavn.

Als Nyhavn wird der ungefähr 500 Meter lange Kanal vom Platz Kongens Nytorv bis zum Hafen bezeichnet, der ursprünglich im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Da heute Samstag und schönes Wetter ist, ist der Hafen total überlaufen und so machen wir uns schon bald auf den Rückweg zum Bus.

Kopenhagen ist sicher eine schöne Stadt aber man müsste, ohne Hunde, viel länger Zeit haben sie in Ruhe zu besichtigen.

 

 

Stevns Klint 2.9.2018

Heute fahren wir an die Küste nach Stevens Klint und sind schon beim ersten Blick auf die Klippe total überwältigt.

Stevns Klint ist eine Steilküste im Südosten der dänischen Ostseeinsel Seeland. Das Kliff hat eine Länge von etwa 15 Kilometern und erhebt sich bis zu 41 Meter über den Meeresspiegel.Die Steilküste Stevns Klint birgt ein dramatisches Kapitel der Erdgeschichte. Zwischen Kreide und Kalk befindet sich eine dünne Schicht Fischton, die von jener Zeit zeugt, als ein Asteroid auf der Erde einschlug und die Dinosaurier auslöschte.
Unsere Wanderung führt uns weiter zum Leuchtturm Stevns hier kann man die beiden Leuchtfeuer und Überreste aus dem Kalten Krieg sehen, als das Gebiet Teil der Luftverteidigung Kopenhagens war.
Auf dem Rückweg begegnen wir einer Kreuzotter die sich in der Sonne sonnt. Leider mag sie nicht warten bis ich bereit bin um ein Foto zu schiessen und verkriecht sich ins Gebüsch.
Für den Menschen ist der Biss dieser Giftschlange nicht sehr gefährlich, der Biss ist etwa so schmerzhaft wie ein Wespenstich.Sollte man gebissen werden, ist es aber trotzdem wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen. Besonders Kinder und ältere Menschen sollten einige Stunden danach unter Beobachtung sein.
Bei Hunden sieht das Ganze schon etwas anders aus

da die Schlange immer 30 mg Gift in ihre Beute spritzt, sind die Vergiftungssymptome bei kleineren Hunden in der Regel kräftiger als bei größeren.

Der Hund kann auf das Gift so stark reagieren, dass er einen anaphylaktischen Schock bekommt.

Im Falle eines Bisses sollte man innerhalb von 30 Minuten einen Tierarzt aufsuchen.

Wir haben daher in doppelter Hinsicht Glück, erstens sieht man die Schlangen sehr selten da sie eigentlich immer flüchten und zweitens ist trotz unserer Schusslichkeit niemand daraufgetreten.

Gratistellplatz Munkebjerby 2.9.2018

Der Stellplatz Munkebjerby ist etwas ganz Besonderes.

Er befindet sich auf dem Privatgelände von Kitty und Henrik Poulsen. Sie sind auch sehr aktive Camper und haben diesen Platz aus Liebe zum Camping gestaltet.

Wahnsinnig dass es immer noch Menschen gibt die ohne dafür Geld zu verlangen etwas für andere Menschen machen.

An dieser Stelle vielen lieben Dank für den tollen Platz.

Der Platz ist sehr gross und gepflegt und wir verbringen hier eine ruhige Nacht.

 

 

 

Der grosse Belt 3.9.2018

Unsere Fahrt geht weiter über den grossen Belt nach Odense.

Die 18 Km lange Brücke über den Großen Belt verbindet Ost- und Westdänemark miteinander.

Mit 34 Euro ist die Brücke nicht gerade günstig aber die Überfahrt ist schon sehr speziell und man hat einen wahnsinnigen Ausblick.

Leider konnte ich auf der Brücke keine Fotos machen da ich wegen der Hunde hinten sitzen musste.

Wir wussten wegen des starken Windes nicht wie laut es hinten wird und wollten für Mia und Spella den Stress so klein wie möglich halten.

 

 

 

Odense 3.9.2018

Odense ist eine Großstadt auf der dänischen Insel Fünen und Geburtsort des berühmten Schriftstellers Hans Christian Andersen der Märchen wie, die Prizessin auf der Erbse, Däumlichen, die kleine Meerjungfrau,der kleine Tuk und 153 andere geschrieben hat.

In der Stadt steht sein Elternhaus das jetzt zu einem Museeum wurde und auch sonst begegnet man ihm und seinen Märchen überall.

Wir machen einen Bummel durch die Fussgängerzone und besuchen die Altstadt.

Hier ist überall alles schief, es liegt also nicht an der Fotografin.

 

 

 

Stellplatz Enghave Naturpark 5.9.2018

Wer träumt schon nicht davon einmal in einem Tierpark zu übernachten ?

Dank DACF, einer Stellapp für Dänemark,haben wir einen Stellplatz im Enghave Naturpark gefunden und können ganz nahe bei den Tieren unseren Bus abstellen. Es ist schon etwas Spezielles wenn man stundenlang draussen sitzen und die Tiere beobachten kann.

Als Yves in der Nacht noch einmal mit den Hunden hinaus geht hat er zwar das Gefühl von Werwölfen beobachtet zu werden aber die in der Dunkelheit so stechend leuchtenden Augen die ihn anstarren sind zum Glück nur von den Hirschkühen und dem Hirsch.

Für den Platz haben wir mit Strom 100 Kronen bezahlt und hatten dafür ein unbezalhbares Erlebnis.

 

 

 

Vejers Strand 6.9.2018-8.9.2018

Eine Besonderheit in Dänemark ist dass man mit dem Auto direkt auf den Strand fahren kann.

 

Dies wollen wir morgen auch ausprobieren aber leider holt uns das schlechte Wetter ein und wir verbringen bei extrem starken Regengüssen und Sturm zwei Tage ausschliesslich im Bus.

 

Nicht so prickelnd wenn alles nur noch nass ist und bei Temperaturen von ca.14 Grad ist sehr unangenehm.

Nun gut, auch das gehört dazu und solange es nicht zum Standart wird werden wir es überleben.

Bei unserer Anreise haben wir noch ein paar Sonnenstrahlen und geniessen einen Strandtag.

Da der Sand hier so hart ist kann man stundenlang am Strand spazieren.

Quallen gibt es hier übrigens auch, es handelt sich um die blaue Nesselqualle, sie ist total ungefährlich für Mensch und Tier.

 

 

 

Ribe 9.9.2018

Ribe ist die älteste Stadt Dänemarks und wir sind fasziniert von der 1300 Jahre alten Geschichte der Stadt und dem außerordentlich schönen und charmanten Stadtkern.

Hier gibt es viel zu sehen und man kann sicher Tage damit erbringen sich die ganzen schiefen Häuser in den kleinen Gassen anzusehen.

Ribes Dom und Sct. Catharinæ Kirche und Kloster sind die einzigen prächtigen Komplexe, die von Ribes mittelalterlichen Kirchen, Klöstern, Kapellen und Hospitälern übrig geblieben sind. Im Hochmittelalter gab es 10 Kirchen und 4 Klöster in Ribe. Nach der Reformation 1536 durfte der Dom zu Ribe bestehen bleiben und darüber hinaus nur die Kirche Sct. Catharinæ.

Was man sicher auch sehen sollte ist das Wikingermuseum. Die Dänen sind ja immer noch sehr mit den Wikingern verbunden und überall findet man Zeitzeugnisse.

In Ribe gibt es viele wunderschön angelegte Parks mit kleinen Brücken, Wasserspielen und Bänken die zum Verweilen einladen.

Wir geniessen hier einen tollen Sonntag und da die Saison vorbei ist hält es sich mit den Besuchern sehr in Grenzen.

Wir feiern hier auch Premiere und trinken, jedenfalls auf dieser Reise, zum ersten Mal eine Tasse Kaffee auf der Terrasse einer Confiserie.

Dass da auch etwas Süsses dazu gehört ist natürlich klar.

Wer diese Gegend besucht sollte Ribe unbedingt einen Besuch abstatten, es lohnt sich.

Insel Römö Oasen Autocamperplatz 9.9.2018

Auf der Insel Römö fahren wir zum Autocamperstellplatz Oasen, ein supermoderner Stellplatz.

An der Reception steht dass man sich einen Platz suchen soll und die Reception ab 19.00 wieder besetzt ist.

Nun gut wir richten uns ein, waschen unsere Wäsche und um 19.00 starte ich einen neuen Versuch in der Reception. Leider ist sie noch immer nicht besetzt.

Dann kommt das absolut Beste !

Wir sitzen zufrieden beim Abendessen als plötzlich eine Frau vor dem Bus steht, nachdem ich ausgestiegen bin motzt sie mich an dass der Platz direkt bei der Anreise zu bezahlen sein. Ich entgegne dass dies schwer möglich sei wenn die Reception nicht besetzt ist und dass ich um 19.00 noch einen zweiten Versuch gestartet habe aber auch ohne Erfolg und wir jetzt beim Abendessen sind.

Die gute Frau geht gar nicht auf meine Aussage ein und befiehlt mir direkt nach dem Essen

bei ihr an der Reception zu bezahlen es sei immerhin schon 19.20 und sie habe noch den grossen Stellplatz zu kontrollieren.

Da unsere Wäsche noch im Trockner ist bezahle ich den Platz, sage ihr aber bei dieser Gelegenheit noch zünftig meine Meinung.

So eine Frechheit haben wir echt noch nie erlebt und einen Stellplatz auf dem wirklich ALLES zusätzlich gezahlt werden muss auch nicht.

Unser Fazit, Römö Oasen Camperstellplatz absolut nicht empfehlenswert ! 

Strand Lakolk Insel Römö 10.9.2018

Am nächsten Morgen packen wir sofort zusammen und fahren zum Strand Lakolk.

Der Strand Lakolk gilt als einer der breitesten Strände Europas.

Mit einer Breite von bis zu vier Kilometer zieht sich die Strandebene vom südlichen Inselteil bis zur nördlichen Inselspitze hin.

Parallel zum Strand zieht sich eine Dünenkette die das Hinterland vor Hochwasser bei den winterlichen Sturmfluten schützen soll.

Ein Highlight ist ganz sicher dass man auch hier mit dem Auto direkt auf den Strand fahren kann.

Wir geniessen auf jeden Fall einen tollen Tag und sehen den Windsurfern bei ihren rasanten Fahrten übers Meer und den hohen Sprüngen zu.

 

 

   

Und so sieht es am Abend in unserem Wohnzimmer aus.

Tönder 12.9.2018

Da das Wetter noch immer sehr regnerisch ist verbringen wir viel Zeit im Bus mit lesen, stricken und Pläne schmieden.

In einer der Regenpause haben wir die Stadt Tönder besucht. Eine alte Stadt mit Backsteinhäusern. Sehr schön aber wegen der vielen Baustellen in der Fussgängerpassage leider im Moment nicht praktisch zum bummeln.

So haben wir uns mit einem kürzeren Besuch begnügt.

Norderborg 13.9.2018

Langsam gehts Richtung Deutschland, wir haben am 18.September einen Termin in der t3 Schmiede in Looft da der Bus einen grossen Service und wahrschenlich einen neuen Auspuff braucht.

Wir fahren nach Norderborg, Sylt lassen wir wegen des schlechten Wetters aus.

In Norderborg verbringen wir nur eine Nacht, der Camping ist ungepflegt und laut.

Eigentlich schade in einer so schönen Gegend mit Strand, auch ungepflegt, und einem tollen Blick auf den kleinen Belt.

Sonderborg 14.9.2018-17.9.2018

Die letzten drei Tage in Dänemark bleiben wir auf dem Camping Broager in Sonderborg.

Ein schöner Familiencamping, sehr gepflegt, ruhig und toll am Meer gelegen.

Leider hatten wir gar kein Wetterglück in Dänemark aber es ist ein wunderschönes und abwechslungsreiches Land mit sehr freundlichen Menschen.

Vorallem mit Hunden kann man hier eine schöne Zeit verbringen.

In Dänemark herrscht das ganze Jahr Leinenpflicht aber das ist kein Problem da es viele Hundestrände und eingezäunte Hundewälder gibt wo die Hunde frei laufen dürfen.

Hier kann ich die Vetfinder-App empfehlen, hier findet man neben Tierärzten auch

die Standorte der Hundewälder und Hundestrände.

Wir finden die Lösung spezielle Strände und Wälder zu machen sehr gut da es so weniger Konfliktpotentional zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern .

 

Die Vögel sammeln sich überall für die grosse Reise und auch wir machen uns auf den Weg in den Süden.

Am 17.9.2018 verlassen wir Dänemark und fahren weiter nach Deutschland.