FINNLAND

Fähre Tallin-Helsinki 5.7.2018

 

 

Die Beschreibung der Gates im Hafen von Tallin sind wieder einmal typisch Baltikum. Man fängt mal an aber alle Gates aufzuführen ist dann doch etwas mühsam.

So irren wir herum bis wir und auch die anderen Herumirrenden feststellen dass man ganz einfach direkt zum Car-Check-In fahren kann und das Einchecken und die Zollkontrolle bequem vom Auto aus zu machen ist und keine 5 Minuten dauert.

Dank Nummernschilderkennung wird man hier direkt zur richtigen Einfahrspur gelohtst.

Natürlich geht unsere Odyssee auf dem Schiff weiter.

Da auf der Buchungsseite von Viking-Ferry steht dass Hunde nicht aufs Deck dürfen versuchen wir unser Glück und bleiben erstmal im Bus sitzen.

Keine fünf Minuten nach Abfahrt werden wir aber dann darauf hingewiesen dass wir den Bus für die Überfahrt verlassen müssen. Na gut bleiben die Hunde ausnahmsweise alleine im Bus.

Wir also rauf aufs Deck und das Erste wass wir sehen ist eine Budelkiste für Hunde und Katzen.

Etwas verwundert geniessen wir aber erst mal die Ruhe und wollen uns gerade einen Kaffee genehmigen als es auch schon durch den Lautsprecher bellt :"Yves-Daniel Maeder to the Information please".

Yves der gerade am Kaffee holen ist und etwas schlechter Englisch spricht als ich hat natürlich wieder Glück und so mache ich mich auf den Weg zur Info.

Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit der Dame am Infoschalter ist klar dass die Übersetzung auf der Webseite falsch ist und unsere Hunde auch nicht im Bus bleiben dürfen.

Manch einer denkt sich jetzt sicher ist ja klar, aber nach längerer Zeit im Baltikum ist klar dass nichts klar und logisch ist.

Da die Unterdecks während der Fahrt geschlossen sind muss auch noch ein Steward mitkommen um die Hunde zu holen. Zu meinem Glück findet das Mia absolut doof und verkläfft den armen Kerl im Lift so sehr dass man meinen könnte sie zerfleischt ihn in der nächsten Sekunde.

Ich bin mir sicher dass nicht nur wir froh sind wenn wir das Schiff in Helsinki verlassen können.

Fotos gibt es natürlich keine da in dem ganzen Trubel die Kamera im Bus blieb.

 

 

 

Helsinki 6.7.2018

In Helsinki gelandet erwarten wir die grosse Zollkontrolle von der überall geschrieben wird und sind sehr verwundert dass kein Mensch zu sehen ist. Kein Zollbeamter und auch kein Veterinärmediziner der die noch in Tallin gemachte spezielle Wurmimpfung kontrolliert.

Da wir schon morgens um 4.30 aufgestanden sind führt uns unser Weg nur noch kurz zu einem

R-Kioski um eine Sim-Card mit Flat für nur 19.99 für 1 Monat zu kaufen.

 

Total ausgeruht steht heute Helsinki auf dem Plan.

Natürlich geht der erste Abstecher zum Hafen, da haben wir gestern einen Markt gesehen und am Abend noch viel darüber gelesen.

Der Markt ist für Touristen ausgelegt und die Gemüse- und Früchtepreise sind astronomisch.10 Euro für ein Kilo Paprika oder 8 Euro für eine kleine Schale Blaubeeren überschreiten unsere Schmerzgrenze doch sehr.

Bei den wunderschönen Schmuck- und Souvenirständen halten sich die Preise genau so in Grenzen wie bei den Essständen. Da haben wir wegen der Lage und den ganzen Drohungen im Internet durchaus höhere Preise erwartet.

In der alten Markthalle müssen wir natürlich eine der bekannten Zimtschnecken kaufen und sie schmeckt wirklich himmlisch.

Leider findet das auch die Möwe die mir die Schnecke direkt aus der Hand klaut.

Die Ironie an diesem Diebstahl ist, dass ich am Vorabend noch herzlich über die dummen Menschen gelacht habe die geschrieben haben dass ihnen die Möwen das Essen geklaut haben.

Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und so beschliessen wir Helsinki auf unsere Bucket list zu setzen und ohne Hunde noch einmal wiederzukommen.

 

 

 

Auf dem Weg zum Bus hören wir plötzlich Marschmusik und da kommt auch schon ein kleiner Teil der Militärmusik und Militär mit Sturmgewehrattrappen mit einer Polizeieskorte.

Sie marschieren durch die Strasse zum Parlamentsgebäude wo die Wachablösung stattfindet.

Interessant anzusehen und spielen tun sie auch super.

 

 

Fähre Börsund 6.7.2018

Nach dieser Überdosis an Grosstädten fahren wir zu unserem nächsten Freistehplatz auf eine kleine Insel.

Die Fähre in Börsund ist kostenlos und bringt uns innert kürzester Zeit ans andere Ufer.

 

 

Freistehplatz Orslandet 6.7.2018-8.7.2018

So muss Finnland aussehen !

Genau so haben wir es uns vorgestellt !

Unser Freistehplatz in Orslandet erfüllt sämtliche Klischees von Südfinnland.

Dichte Wälder, moosbedeckte Böden, raue Felsen und ein tiefblauer See. Dazu noch die weisse Nacht und wir mittendrin. Das Leben könnte nicht schöner sein.

Hier verbringen wir zwei Tage mit Blaubeeren und Walderdbeeren pflücken, spazieren, staunen und ab und zu einem netten Schwatz mit einigen, zugegebenermassen nicht ganz nüchternen, Finnen.

Wir sind gespannt ob die nüchternen Finnen auch so freundlich sind.

Eine junge Frau die als Krankenschwester arbeitet erzählt mir dass wir hier im schwedischsprachigen Teil Finnlands sind.Als Muttersprache gesprochen wird Schwedisch von 265.000 Menschen auf dem finnischen Festland, den sogenannten Finnlandschweden, sowie 25.000 Einwohnern der autonomen Provinz Äland.

 

 

 

So schmeckt das Abendessen noch viel besser.

 

 

Yves neueste Errungenschaft, eine Duschbrause mit Pumpe wird natürlich auch getestet.

Die Hunde finden es gelinde gesagt ziemlich Sch...se.

Nur wir sind total begeistert von unseren gut riechenden Hunden.

 

 

Lohja, kleiner Busservice 9.7.2018

In Lohja werden wir zu einer Zwangspause verdonnert. Unser Bus braucht einen kleinen Service und da Sonntag ist heisst es warten.

Um am Montagmorgen möglichst früh bei der Garage zu sein stellen wir uns beim Hafen auf den grossen Parkplatz.Nicht gerade der Traumplatz aber man wird ja bescheiden.

 

Im VW-Garage werde ich freundlich empfangen und sogar von Herr Räikkönen, leider nicht vom ehemaligen Formel 1 Rennfahrer Kimi aber immerhin von seinem Cousin, bedient.

Nach längerem Suchen ist klar welche Ölpumpe unser Oldie braucht und der Termin für den Service steht. Heute Nachmittag um 15.00, viel besser könnte es ja gar nicht gehen.

 

Da wir noch 6 Stunden überbrücken müssen fahren wir zurück in die Stadt und machen einen Schaufensterbummel.Lohja ist nicht gerade berauschend aber irgendwann ist endlich 14.3o und wir machen uns auf den Weg zur Garage.

 

 

 

Lohja

Yves räumt auf dem Parkplatz den ganzen Bus um damit sie überhaupt zum Motor kommen und ich bringe freudestrahlend den Schlüssel zu Herr Räikkönen.

Doch dann, die schlechte Nachricht. Es ist kein passender Ölfilter an Lager und er konnte mich telefonisch nicht erreichen um mir dies mitzuteilen.

Wir sind ja zum Glück nicht im Stress und so machen wir für den nächsten Nachmittag einen Termin aus und Yves räumt den Bus wieder um.

 

Wir haben keine Lust wieder eine Nacht auf dem Parkplatz zu stehen und so fahren wir zu einem kleinen Camping im Landesinnern.

Der Platz ist mitten im Wald gelegen und Mia ist im siebten Himmel als sie bemerkt dass sie Blaubeeren direkt vom Strauch futtern kann.

 

 

 

Am Abend bekommen wir beim Bus noch Besuch von einem jungen Finnen der uns über einige Besonderheiten der Finnen und Finnland informiert.

Erstens war es seit über 30 Jahren nie mehr so warm wie diesen Mai, zweitens sind in finnischen Restaurants Hunde gar nicht per Gesetz verboten, wie es im Internet heisst, sondern es liegt im Ermessen des Wirtes, drittens gibt es wirklich ruhige Finnen, man hört und sieht sie nur nicht, viertens dürfen finnische Stars keine Starallüren haben da die Finnen dies nicht mögen und in einem Land mit so wenig Einwohnern sässen sie schnell alleine da und fünftens saufen die Finnen am Wochenende sehr viel aber nur weil sie den Alkohol den andere Nationen über die Woche verteilt trinken ganz einfach in zwei Tagen in sich hineinschütten.

 

 

 

Zweiter Versuch, kleiner Busservice 10.7.2018

Frisch gestärkt und geduscht starten wir heute einen zweiten Versuch. Um 13.30 kommt die Bestätigung dass der Ölfilter da ist und wir ins Garage kommen können.

Wir natürlich sofort los, Yves, Bus umräumen, ich, Schlüssel abgeben und dann heisst es hoffen dass alles klappt.

Eine halbe Stunde dauert der Wechsel des Ölfilters und des Öles.

In dieser Zeit machen wir im nahegelgenen Tiershop endlich die Hundemarken für Mia und Spella.

Falls eine der Beiden verloren geht kann man uns nun über die eingravierte Natelnummer erreichen.

 

 

 

Nach exakt 30 Minuten ist der Bus fertig und die Rechnung ist absolut im Rahmen.

Vielen lieben Dank für die schnelle und freundliche Hilfe an Jerry Räikkönen und die Mechaniker.

 

 

Turku 10.7.2018

Heute steht wieder einmal Sightseeing auf dem Programm.

Turku ist eine Stadt an der Südwestküste Finnlands, die am Ufer des Aurajoki liegt und auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Bekannt ist vor allem die mittelalterliche Burg Turku an der Mündung des Flusses, in deren Innerem sich ein geschichtliches Museum befindet. In den kopfsteingepflasterten Straßen am Ufer liegen zahlreiche Restaurants. Der Alte Markt am Ostufer ist von prächtigen Gebäuden gesäumt. Der nahe Dom von Turku beherbergt eine königliche Grabstätte und ein Museum.

Wir begnügen uns aber mit einem Spaziergang am Fluss entlang und einem kurzen Abstecher zu den alten Holzhäusern im Stadtteil Portsa.

Leider ist Turku recht gross und zu Fuss schlecht zu erkunden.

Uferpromenade und Hafen

Holzhäuser Stadtteil Portsa

Altrauma 11.7.2018

Auf der Suche nach einer etwas kleineren Stadt werden wir in Altrauma der Altstadt von Rauma fündig.

Hier sieht alles aus wie direkt aus einem "Schöner Wohnen" Heft. Jedes Geschäft, jedes Restaurant und auch die Kirche sind mit viel Liebe und Sorgfalt gestaltet und gepflegt.

Für den Markt sind wir leider etwas zu spät aber wir werden sicher noch irgendwo Einen finden.

 

 

 

Camping Rauma 11.7.2018

Der Campingplatz in Rauma ist sehr sauber und hat absolut alles. Verschiedene Saunen, einen See, Mini-Golf, am Abend Live-Musik und vieles mehr.

Da wir in der Hochsaison sind hat es auch dementsprechend viele Leute und vor allem Hunde.

Was heute mit unseren Beiden los ist wissen wir nicht aber es ist schon gespengstig wie ruhig sie sind. Kein Bellen bei anderen Hunden, kein Gemotze wenn jemand neben dem Bus vorbeiläuft.

Egal, wir geniessen den Moment und freuen uns.

 

 

 

Reposaari 12.7.2018

Nach den ganzen Besichtigungen fahren wir heute hinaus in die Natur.

Wir fahren über einen Damm nach Reposaari, eine kleine Insel vor Pori im Bottnischen Meerbusen.

Der Strand, der Hafen und die schönen Holzhäuser laden zum Verweilen ein und wir geniessen die Ruhe und den leichten Wind.

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Camping Reposaari 12.7.2018

Da dieser

Teil Finnlands recht dicht besiedelt ist gestaltet sich die Suche nach einem Freistehplatz recht schwierig und wir entscheiden uns für den Camping in Reposaari.

Wunderschön im Wald gelegen können wir auch die heute gekaufte Hängematte testen die sich als voller Erfolg erweist.

Ein kleines Eichhörnchen das uns immer wieder besucht macht unsere Hunde fast wahnsinnig aber das Kleine lässt sich auch mit Gebell nicht verscheuchen.

 

 

 

Freistehplatz Björköby 14.7.2018-16.7.2018

Eigentlich fahren wir hier raus um einen Weisskopfseeadler zu sehen.

Leider haben wir ihn nicht gesehen aber dafür ein wunderschönes Plätzchen für die nächsten zwei Tage gefunden.

Hier in der Hängematte zu liegen, im Meer zu baden und einfach nur die Natur zu geniessen ist Lebensqualität pur.

Ganz unromantisch sehen wir uns aber auch das Finale der Fussball-WM an und feiern den Sieg der Franzosen mit einer Flasche Somersby.

Am Abend bekommen wir noch Gesellschaft von vier Schweizern die mit einem Wohnmobil 4 Wochen durch Finnland reisen.

Sie stehen das erste Mal frei und sind noch ganz unsicher ob man das denn auch wirklich darf.

Ein kleines Schmunzeln können wir uns nicht verkneifen, erinnern sie und doch daran wie unsicher auch wir noch vor ein paar Wochen waren.

Es liegt schon in der Natur der Schweizer, dass wir niemand stören oder etwas falsch machen wollen.

 

 

 

 

Unsere neuste Errungenschaft ist hier fast überlebenswichtig, ein Mückennetz für die Hängematte.

 

Rückfahrt über Vaasa 16.7.2018

Auf der Rückfahrt von der Insel fahren wir über eine Brücke von wo aus man das Schärenmeer sehr schön sehen kann.

Wir fahren heute weiter hinauf nach Kokkola und versuchen uns mit den Hunden im Schatten zu halten.

Das Thermometer zeigt 30 Grad an und bei dieser Hitze sind lange Wanderungen oder Stadtbesichtigungen mit den Beiden nicht das Ideale.

 

 

 

Stehplatz Lapaluoto 17.7.2018

 

Der Stehplatz kurz vor Oulu ist total von Wasser umgeben und sehr schön gelegen.

Leider ist hier an Schlaf nicht wirklich zu denke da betrunkene Finne erst bis drei Uhr morgens auf einem Hausboot einen Riesenradau machen und ständig mit Motorbooten hin und her düsen um dann um 6.30 direkt vor unserem Bus ihr Besäufnis weiterzufahren.

 

Die Rücksichtslosigkeit mancher Finnen ist im Moment recht anstrengend und nach zwei schlaflosen Nächten ist bei mir die Stimmung ziemlich im Keller.

Yves nimmt das Ganze natürlich wieder mit stoischer Ruhe und erträgt auch tapfer meine miese Laune.

 

Die wunderschönen Aufnahmen hat Yves mit seiner Drohne gemacht.

 

 

 

Oulu 18.7.2018

Der heutige Tag hat ja schon super begonnen und irgendwie wird er auch nicht besser.

Oulu ist uns viel zu gross und offenbar haben die Menschen hier auch Mühe mit der Hitze, es ist immer noch über 30 Grad, die Stimmung in der Stadt ist hecktisch und unfreundlich.

Wir regeln so schnell wie möglich alles was so ansteht und machen uns dann auf die Suche nach einem Schlafplatz.

Natürlich ist auch das nicht von Erfolg gekrönt und um 19.00 fahren wir den Campingplatz in

Rovaniemi an.

Die finnischen Plätze sind extrem teuer 30 Euro und fast keine Infrastruktur ist hier an der Tagesordnung.

Zwei Lichtblicke hat dieser Tag dennoch.

Erstens haben wir herausgefunden dass wir unsere Elisa-Simcard aus Finnland in eine für Norwegen, Schweden, Dänemark und das Baltikum gültige Prepaid-Card ändern können und somit in all diesen Ländern unbegrenzt Internet haben zum Preis von nur 24.90 Euro.

Hätten wir das schon früher gewusst wäre und viel Rennerei im Baltikum erspart geblieben aber eben man lernt nie aus.

Zweitens haben wir heute schon einen jungen Elch gesehen.

 

Etwas zu Lachen haben wir dann doch noch auf dem Camping.

Da steht ein rollendes Hotel von Rotelreisen. Das sieht aus wie viele Kaninchenställe übereinander.

Echt witzig und unser kleiner Bus nimmt plötzlich ganz andere Dimensionen an.

 

 

 

 

Rovaniemi 19.7.2018

Heute steht ein ganz besonderer Besuch an und ich vermisse meine beiden Enkel, Lyonel und Lia, noch mehr als sonst.

Wir besuchen nämlich heute den Santa Claus in Rovaniemi.

Gar nicht weihnachtlich sind die Temperaturen es sind 34 Grad am Polarkreis den wir hier überschreiten.

Sogar Santa Claus ist mit seinem langen Bart am schwitzen. Er erzählt mir dass die Schweiz, in Finnland sagen sie Sweitsi, sehr schön sei aber die Rentiere grosse Mühe haben über die hohen Berge zu fliegen.

Was wir hier sonst noch gemacht haben darf ich hier noch nicht verraten.

 

 

 

Freistehplatz Lohniva 19.7.2018-21.7.2018

Auf dem Freistehplatz Lohniva lernen wir zwei ganz tolle Menschen kennen.

Jana und Mark aus Deutschland sind auf unbestimmte Zeit unterwegs, sie leben und arbeiten als Grafiker in ihrem VW Lt namens Justus.

Wer mehr über die Beiden, ihre Arbeit und Reise erfahren möchte kann sie auf

Projekt Justus

besuchen.

Wir verstehen uns auf anhieb und verbringen zwei sehr schöne Abende zusammen. Es tut gut sich mit Menschen zu unterhalten die auch ein Van-Live führen. Denn sie wissen dass nicht jeder Tag einfach nur Sun, Fun and Nothing to do ist sondern auch auf Reisen der Alltag einkehrt. Man muss einkaufen, putzen, waschen, wieder einen neuen Platz suchen, muss entsorgen und auffüllen und auch die Morgendusche ist nicht so einfach immer greifbar.

Wir haben uns dies so ausgesucht und wollen auch nicht jammern aber man unterschätzt vor der Reise doch ziemlich wie anstrengend es auch sein kann.

Natürlich wird man mit wunderschönen Erlebnissen auch immer wieder darin bestärkt dass die Entscheidung richtig war.

Etwas Spezielles ist uns aufgefallen man kommt den Menschen die man trift viel schneller nahe und wir hoffen dass die Redewendung "man sieht sich immer zweimal im Leben" auch auf Mark und Jana zutrifft.

Vor lauter Gesprächen haben wir total vergessen den Platz zu fotografieren aber die Bilder von Jana, Mark und Justus will ich euch nicht vorenthalten.

 

 

 

 

Spella hat sich auch noch aufs Bild geschlichen.

Ob sie wohl einen grösseren Bus vorziehen würde ?

 

Schlammschlacht und Rentiere auf dem Weg nach Inari 22.7.2018

Heute regnet es nach langem wieder einmal. Eigentlich sind wir darüber nicht unglücklich aber unser Bussli ändert während der Fahrt über die alte, nicht geteerte Hauptstrasse ziemlich schnell die Farbe.

Wegen der anhaltenden Hitze sind sehr viele Rentiere auf der Strasse unterwegs. Im Wald ist es trotz des Regens immer noch sehr warm und die Tiere suchen Abkühlung.

 

 

 

Stehplatz vor Inari 22.7.2018

Bevor wir nach Inari fahren wollen wir noch einmal übernachten und finden nach kurzer Suche einen tollen Platz am See.

Heute benutzen wir auch wieder unseren Omnia und lassen uns eine super feine Tartifette schmecken.

Am Morgen lässt mir die Neugierde keine Ruhe mehr und ich gehe zu den beiden Bündnern deren Mückennetz wir schon am Abend neidisch betrachtet haben.

Sie sind sehr nett und Pascal schreibt mir die Webseite einer englischen Firma auf wo man das Netz bestellen kann.

Sie sind gerade am packen und so verabschieden wir uns nach einem kurzen Plausch.

 

 

 

Wanderung Inari 23.7.2018

Heute ist endlich nicht mehr so heiss nur noch ca. 26 Grad und wir freuen uns auf eine Wanderung durch die Wälder von Lappland. Leider ist uns das Wetter aber schon wieder nicht hold denn nach ca. 3km Wanderung über Stock und Stein zwingt uns ein starkes Gewitter zur Umkehr.

Spella meistert die Gewitter jetzt schon ohne Probleme und auch Mia steckt das zum Teil ohrenbetäubende Donnern fast ohne Zittern weg.

Der Boden wird immer glitschiger und wir sind froh als wir den Bus erreichen.

 

 

 

Stehplatz nach Inari 23.7.2018

Natürlich scheint die Sonne wieder als wir unseren Schlafplatz ausserhalb von Inari erreichen. Das Gute daran ist dass wir unsere Kleider, die Hunde und uns wieder einigermassen trocken bekommen.

 

 

 

Camping Karigasniemi 24.7.2018

Bevor wir nach Norwegen weiterfahren ist heute noch Putz- und Waschtag. Unser Bussli hat eine Grundreinigung dringend nötig und auch wir riechen wohl nicht mehr wie eine Blume.

Da wir keine Autowaschanlage finden erlaubt uns der Campingbesitzer unseren Bus unten am Strand mit einem Schlauch zu reinigen und auch die Waschmaschine und der Tumbler funktionieren einwandfrei. Eine Premiere auf unserer Reise.

 

 

 

Nun geht es hier weiter

Wieder in Finnland 20.8.2018

Da wir mit Kevin etwas besonderes machen wollen fahren wir mit der Fähre auf die Insel Aland.

 

Die autonome Region Aland liegt in der Ostsee am südlichen Ende des Bottnischen Meerbusens zwischen dem finnischen und schwedischen Festland.

Die Inselgruppe Aland besteht aus rund 6`500 Inseln, von denen aber nur 60 bewohnt sind.

Aland hat ein eigenes Steuersystem, eigene Briefmarken, eine eigene Flagge und Schwedisch als einzige offizielle Sprache.

Notvikstornet 20.8.2018

Unser erster Punkt ist Nortviksturms.

Der ehemalige Wachturm und Ausguck ist heute vor allem eine ästhetische Augenweide: Rot leuchten seine alten Ziegelsteine, dahinter grün die Wälder und in allen Schattierungen von Grau über Seegrün bis zu Türkis die Ostsee. Fast unwirklich schön ist die zerklüftete Felswand gegenüber mit ihren Grau- und Rosatönen. Einfach gucken und genießen.

 

 

 

Stehplatz Björköng 20.8.2018

Da Aland sehr felsig ist und die meisten Küsten mit Schilf zugewachsen sind gestaltet sich die Stehplatzsuche etwas schwierig.

    So werden wir erst nach längerer Suche in einem Wald bei einer Schwimmschule fündig.

Yves macht seine ersten Angelversuche und hat tatsächlich schon nach 15 Minuten einen Hecht an der Angel.

Da er aber nur 50cm gross ist wird er wieder in die Freiheit entlassen.

Wir verbringen eine ruhige Nacht und schlafen glatte 10 Stunden.

Weil es nachts zu kalt ist schläft auch Kevin wieder im Bus und nicht wie ursprünglich vorgesehen draussen in der Hängematte.

 

 

 

Burg Kastelholm 21.8.2018

Kevin hat auf der Fähre das Bild einer Burg entdeckt und so machen wir uns heute auf die Suche danach. Zum Glück ist Aland nicht so gross und wir finden die Burg Kastelholm relativ schnell.

Die Lage von Kastelholm an dem Ort, der einst den Mittelpunkt des schwedischen Reichs bildete, war strategisch äußerst bedeutend. Zu dieser Zeit erstreckte sich Schweden bis zum heutigen Russland, die Wasserwege banden das Reich zusammen. In den knapp 700 Jahren hat sich die Landschaft stark verändert: ursprünglich war das Schloss ganz von Wasser umgeben und lag geschützt auf den Steilufern des Schloss-Sunds.

Im 15. Jahrhundert wurde Åland ein unabhängiges Lehensgebiet. In den darauffolgenden unruhigen Jahrhunderten wurde auch Kastelholm in den Krieg zwischen Schweden und Dänemark hineingezogen. Mehrmals wurde das Schloss von den Dänen belagert, schließlich jedoch endgültig von den Schweden zurückerobert.

Daraufhin verlor Kastelholm seine Bedeutung und war dem Verfall preisgegeben. Im Jahr 1745 brach ein verheerendes Feuer aus, das einen Großteil der Burg in Schutt und Asche legte. 1809 verlor Schweden Åland und Finnland an Russland, das Zentrum der Macht wurde nach Bomarsund verlegt.

 

 

 

Freilichtmuseum Jan Karlsgården 21.8.2018

Gleich neben dem Schloss Kastelholm liegt auch das Freilichtmuseum Jan Karlsgården, das uns vor Augen führt, wie ein typischer åländischer Bauernhof Ende des 19. Jahrhunderts aussah. Auf dem Gelände liegt auch das Staatsgefängnis Vita Björn von 1784, das fast 200 Jahre lang als solches benutzt wurde und heute als Museum dient.

 

 

 

Die Nacht verbringen wir an einem Hafen wo wir auch duschen können ansonsten ist der Platz nichts besonderes.

Stehplatz Eckerö 22.8.2018-24.8.2018

Nun haben wir doch noch einen Platz am Strand gefunden und Yves und Kevin verbringen ihre Zeit mit fischen und schlafen.

Die Angelbilanz sieht mit 3 Hechten gar nicht so schlecht aus obwohl die Männer alle wieder zurückgestzt haben weil sie zu klein waren.

Fotos habe ich diese Woche nicht so viele und auch nicht von jedem Ort gemacht.

Irgendwie ist mir die Zeit mit Kevin zu wichtig um mich mit solchen Dingen zu beschäftigen.

 

 

 

Am 24.8.2018 müssen wir leider schon wieder zurück nach Schweden.

Die Fährfahrt ist ziemlich windig aber sonst ereignislos.

Nun geht es wieder weiter in Schweden.