SCHWEDEN

Fahrt von Norwegen nach Schweden 9.08.2018

Bei ziemlich trostlosem Wetter, es spiegelt wahrscheinlich unsere Stimmung, fahren wir über die Berge nach Schweden.

Das Gebirge ist sehr imposant und die Windräder stehen da wie wachsame Soldaten die alles überblicken.

Wir machen eine kleine Rast und entdecken eine Gedenktafel für jugoslawische Häftlinge in Norwegen. Die Greueltaten des zweiten Weltkrieges begegnen uns auch hier immer wieder.

Da wir in der Schweiz sehr selten mit dem zweiten Weltkrieg konfrontiert werden und uns des Ausmasses gar nicht bewusst waren ist es immer wieder ein beklemmendes Gefühl.

 

 

 

Stehplatz Torneräsk 9.08.2018

Der Stehplatz in Torneträsk ist liegt ziemlich nahe an der Strasse ist aber mit Toilette, Schutzhütte und Grillstellen sehr gut ausgestattet.

Am Morgen beim Spaziergang begegne ich einem Schweden der mich fragt ob ich nicht singe.

Irgenwie verstehe ich die Frage nicht bis er mir erklärt dass wohl in einer Touristenbroschüre stehe man solle um nicht von einem Bären angegriffen zu werden beim wandern singen. Er ist sich auf jeden Fall sicher dass bei den meisten schrägen Tönen nicht nur jedes Wildtier reissaus nimmt.

Auf meine Frage ob er den schon Bären gesehen habe sagt er ja in seinem Leben ungefähr zwei, drei Stück ich solle mir also keine Gedanken machen und müsse auch nicht singen.

 

 

 

Stehplatz Lansjärv 10.8.2018

Wir fahren stetig auf der Hauptstrasse Richtung Stockholm, da am 19.8.2018 für eine Woche mein Sohn Kevin zu Besuch kommt. Für uns ist die Strecke von über 1000km in 9 Tagen recht lang. Da wir mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 kmh unterwegs sind heisst das jeden Tag etwa 2-3 Stunden im Bus sitzen.

Heute regnet es so ziemlich den ganzen Tag und wir beschränken uns aufs Fahren und rasch einen Spaziergang mit den Hunden.

Unser Stehplatz in Lansjärv entschädigt uns am Abend zumindest mit einem schönen Ausblick auf den See und dann doch noch ein paar Sonnenstrahlen.

 

 

 

Gammelstad Lulea 12.08.2018

Heute nehmen wir uns die Zeit doch noch etwas von Nordschweden zu sehen und fahren nach Gammelstad.

Im 14. Jahrhundert war Gammelstad ein Marktplatz im damaligen Delta des Luleälv. Hier kamen die Wasserwege des Inlandes, die Küstenroute von Stockholm und Wasserwege aus Russland, die über die finnischen Seen führten zusammen.

Zu dieser Zeit war das Wasserniveau des bottnischen Meerbusens 6 bis 7 Meter höher als heute.

Anfangs des 15. Jahrhunderts baute man auf dem Marktplatz eine Kirche.

Sie wurde das grösste Gotteshaus Norrlands, eine nördliche Filiale des Doms von Uppsala und ein Bollwerk des Ppstes gegen die orthodoxe Kirche, die sich von Russland her ausbreitete.

Aus dieser Zeit stammten auch die Kirchenhütten, sie wurden von örtlichen Bauern zu einer Zeit gebaut, als die Teilnahme am Gottesdienst verpflichtend war und die großen Entfernungen in Nordschweden eintägige Besuche unmöglich machten. Das war jedoch nicht der einzige Grund für eine Reise nach Gammelstad. Gesellschaftliche Zusammenkünfte waren ebenso wichtig. Während der Kirchenwochenenden waren die Gassen voller Menschen im Sonntagsstaat, die Kirchenglocken läuteten, Freundschaften wurden geschlossen, gepflegt und aufgekündigt.

Gammelstad, außerhalb von Luleå an der Straße nach Boden, war früher das Stadtzentrum, bis es im 17. Jahrhundert näher ans Meer und den Hafen versetzt wurde, wo es sich jetzt befindet. Als die Stadt umzog, wurde sie Luleå Neustadt genannt (Luleå Nya Stad) und aus dem alten Teil wurde die Luleå Altstadt (Luleå Gamla Stad). Die Namen kürzte man bald zu Luleå beziehungsweise Gammelstad ab.

Direkt beim Tourismuszentrum werden wir von einem kleinen Igel begrüsst der, laut Aussagen der Angestellten, jeden Tag für einen kurzen Besuch vorbeischaut.

 

 

 

Freiluftmuseeum Hägnan 12.8.2018

Das Freiluftmuseeum Hägnan zeigt die Geschichte der Bevölkerung der letzten Jahrhunderte auf sehr schöne Art.

Man kann vom Stall, zur einfachen Hütte bis zum Herrschaftshaus alles besichtigen.

Die Anlage ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden und man fühlt sich in frühere Tage versetzt.

 

 

 

Einkaufen Lulea 12.8.2018

Nachdem in Schweden die Preise wieder etwas niedriger sind ist heute noch einkaufen angesagt.

Ausserhalb der grösseren Städte gibt es in Schweden immer grosse Einkaufsmeilen wo man alles findet was das Herz begehrt.

Lebensmittel einkaufen ist recht schwierig da es von jedem Artikel massenhaft Auswahl gibt.Zum Beispiel ist schon nur die Wurstabteilung so gross wie in der Schweiz die ganze Metzgerei.Ich halte mich daher einfach an die Aktionen und versuche so schnell wie möglich den Laden zu verlassen da Yves mit den Hunden im Bus wartet.

Unser wichtigster Artikel heute so sowiso Wanderschuhe. Meine haben sich ja in Norwegen quasi in ihre Bestandteile aufgelöst und Yves war mit Seinen nie wirklich glücklich.

Im XXL werden wir fündig und kaufen zwei paar Salomonschuhe zu einem gerade noch erschwinglichen Preis.

Eine Angel und Angelausrüstung müssen auch noch mit in den Einkaufskorb da wir jetzt doch mit dem Fischen anfangen wollen.

Mal sehen wie lange die Begeisterung anhält und ob wir etwas zum Abendessen nach hause bringen werden.

 

 

 

Stehplatz Lövänger 12.8.2018

Nach diesem schönen aber doch recht anstrengenden Tag sind wir froh schnell einen tollen Schlafplatz am Meer zu finden. Wir schlafen sehr tief und die Hunde schnarchen die ganze Nacht ohrenbetäubend.

Spella und Mia dürfen am Morgen am Strand toben und nach einem kleinen Spaziergang müssen wir auch schon weiter.

 

 

 

Wanderung Naturschutzgebiet Grössjöns 13.8.2018

Die Naturschutzgebiete in Schweden sind sehr zu empfehlen. Sie sind sehr gepflegt und gut ausgeschildert.

Das einzige Problem ist dass auf den Tourismusseiten zwar die Wanderung sehr gut beschrieben ist aber eine genaue Wegbeschreibung zum Park fehlt.

So suchen wir erst eine Weile und finden dann eher durch Zufall eine Schotterpiste zum Eingang des Parks.

Die Wanderung führt fast ausnahmslos über Holzbalken da hier normalerweise Sumpf ist wegen der hohen Temperaturen in diesem Sommer und der fehlenden Niederschläge ist aber alles trocken und auch der See ist so fest zurückgegangen dass man ihn nur von weitem sieht.

Wahrscheinlich wegen der Trockenheit finden wir keine Moltebeeren und somit fällt unser Dessert ins Wasser.

Mia fühlt sich aber trotzdem im Paradies futtert sie doch die ganzen ca. 6,5 km Blaubeeren.

 

 

 

Wanderung Skuleskogen Nationalpark 14.8.2018

Wie ihr seht geniessen wir die Natiolparks ausgiebig und auch die Wanderschuhe kommen zum Einsatz.

Nachdem es in Norwegen Liebe auf den ersten Blick war nähern wir uns Schweden nur langsam an aber je mehr wir vom Land sehen desto besser gefällt es uns auch wenn es nicht die selbe Faszination ist.

Die Natur in Schweden hat aber auch ein einiges zu bieten und besteht nicht nur aus Wald wie man zu Anfang denkt.

Die Berge, Seen und Felsen sind abwechslungsreich und man fühlt sich sehr frei da man nicht ständig anderen Menschen begegnet.

Im Skuleskogen Park gibt es Wanderungen für alle.

Angefangen von kurzen rollstuhlgängigen Routen zu mehrtägigen Touren die eine gute Kondition voraussetzen.

Im Park sind Hütten verteilt in denen man kostenlos übernachten und auch kochen kann. Einfache Schutzunterstände und Grillplätze sind natürlich auch genügend vorhanden.

Wir begnügen uns mit einer etwas kürzeren Wanderung da wir heute noch weiter müssen.

Eine mehrtägige Tour in Schweden steht aber ganz sicher noch auf dem Plan.

 

 

 

Sundvall 15.8.2018

Sundsvall ist eine grössere Stadt mit etwas über 50`000 Einwohnern.

Am Hafen ist ein Stehplatz für Camper. Leider ist es dort sehr verschmutzt und auch die komischen Gestalten die sich da herumgetreiben sorgen nicht für ein gutes Bauchgefühl so fahren wir nach einer Weile weiter zum Freilichtmuseeum Norra Berget.

Es liegt auf einem Berg oberhalb Sundvall und hat eine tolle Aussicht auf den Hafen und die Stadt.

Eigentlich wollen wir am Morgen etwas wandern und das Freilichtmuseeum besuchen aber nachdem Jugendliche die halbe Nacht solchen Lärm veranstaltet haben dass an Schlaf nicht zu denken ist wollen wir am Morgen nur noch weiter.

Hier desshalb auch nur ein paar Bilder der Stadt von oben.

 

 

 

Galtström 16.8.2018

In Galtström gibt es einen Platz speziell für Leute die nicht auf Campingplätze gehen wollen.

Hier kann man Schwarz- und Grauwasser entsorgen und Trinkwasser auffüllen.

Das Besondere an diesem Platz sind aber Dusche und Toilette die jeden Tag geputzt werden und erst noch kostenlos sind. Zu verdanken ist all das einem Verein der die Gegend, die übrigens sehr schön ist, sauber und einladend machen will.

In der Toilette ist eine Kasse in die man eine Spende legen kann. Von uns aus gesehen eine Selbstverständlichkeit diese wirklich tolle Sache auch zu unterstützen. Wir hoffen das dies möglicht viele Menschen auch so sehen.

Die Koordinaten hierher sind: N 62.1628, E 17.4998

Stehplatz Hudiskvall 16.8.2018

Einfach nur schön, genau so kann man diesen Platz beschreiben.

Dank dem wir nicht auf Strom oder sanitäre Anlagen angewiesen sind können wir, einmal mehr, die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Platzes geniessen.

In der Hängematte liegen, lesen, Blog schreiben und mit den Hunden am Strand spielen steht heute auf dem Programm. Nach der ganzen Fahrerei genau das was wir brauchen. Wir merken dass wir nicht mehr gewohnt sind zu Terminen zu rennen und unser Tempo viel gemütlicher geworden ist.

 

 

 

Stehplatz Gävle 17.8.2018

Der heutige Platz ist nichts Besonderes, nur ein Parkplatz bei einem Erholungsgebiet.

Ich möchte euch nur die Skipiste zeigen die unmittelbar bei der Stadt, die mitten in einem Wald ist, liegt.

 

 

 

In Schwedensind Micro-Cars die man schon ab 15 Jahren fahren darf der grosse Renner. Bei den Schneeverhältnissen und den tiefen Temperaturen macht das auch Sinn da ein streikendes Moped verheerende Folgen haben kann.

 

 

 

Uppsala 17.8.2018

Heute haben wir volles Programm.

Zuerst steht ein Besuch beim Tierarzt in Gävle an. Unsere Hunde brauchen erneut die Wurmtablette gegen Bandwurmbefall (Echinococcus multilocularis) da wir mit der Fähre auf die Insel Aland fahren die zu Finnland gehört. Die Frau am Empfang ist sehr nett und schiebt uns dazwischen obschon wir keinen Termin haben. Der Tierarzt ist so schnell dass unsere Damen fast das Zittern vergessen und bevor sie merken wass passiert ist die Tablette  geschluckt.

Weiter gehts nach Uppsala, ich brauche noch E-Liquid und da ich dummerweise mein festes Shampoo dass es nur bei Lush gibt verloren habe müssen wir auch da vorbei.

Festes Shampoo finde ich auf Reisen viel praktischer da es weniger Platz braucht und viel leichter ist und auch nicht auslaufen kann. Mit 14.- ist es nicht gerade billig aber man kann sich damit auch ungefähr 80 Mal die Haare waschen. Ich benutze auf der Reise auch kein Dusch sondern einfach eine Doveseife, neben dem Platz-Gewichtvorteil verursacht man, genau wie beim festen Shampoo auch viel weniger Abfall.

In Uppsala geraten wir in ein richtiges Unwetter mit Starkregen, Gewitter und Hagel aber so schnell es gekommen ist, ist es auch schon wieder weg.

Wir besichtigen noch kurz Gammla Uppsala, die Altstadt von Uppsala und machen uns dann auf den Weg zum Camping in Skokloster.

 

 

 

Camping Skokloster 18.8.2018

Der Camping Skokloster ist sehr einfach aber dafür mit 200 Kronen die Nacht für schwedische Verhältnisse recht günstig.

Da der Platzbetreiber mir keine Hilfe ist und ich unbedingt waschen muss nehme ich das Ganze selbst in die Hand. Hier gibt es eine Liste in der man die Platznummer einschreiben muss wenn man waschen will und da steht dass als Letzte an diesem Tag Platz 96 am waschen ist. Da am Sonntagmorgen noch frei ist ich aber morgens um 7.00 niemanden wecken will mache ich mich schon am Abend auf die Suche nach dem Schlüssel.Die Dauercamper sind sehr freundlich und telefonieren auf dem ganzen Platz herum bis sie die Dame mit dem Schlüssel finden. Zu meinem Glück ist sie schon fertig und ist sogar bereit ihre Wäsche aus dem Trockner zu holen so dass ich schon am Abend waschen kann.Wie in den meisten Ländern dauert auch hier eine Trommel normale 40 Grad Wäsche sagenhafte 3 Stunden !

 Am Morgen dann die Krönung, kein Wasser mehr im ganzen Sanitärgebäude. Die Wäsche liegt in der Maschine und ist voller Seife, die Toiletten stinken zum Himmel und an duschen ist gar nicht zu denken. Einen Trost gibt es, es kann nur noch besser werden !

Gerade als wir aufbrechen wollen ist das Wasser wieder da. Da aber natürlich alle darauf gewartet haben tröpfelt die Dusche nur aber zum Haare waschen und duschen reicht es knapp. In der ganzen Aufregung vergesse ich meine neue Lushschachtel und das Shampoo in der Dusche. War ja mal eine kurze Freude  und passt irgendwie zum Morgen.

An der Reception fragt mich der nette Mensch ob wir einen angenehmen Aufenthalt hatten und findet die zwei Stunden, es waren eigentlich fünf Stunden,ohne Wasser seien ja gar kein Problem.

Im Gegenzug finde ich dass, das bisschen Wäsche das ich dank viel Gerenne waschen konnte auch kein Problem ist und verzichte darauf sie zu bezahlen.

 

 

 

Auf dem See machen einige Wildgänse eine wohlverdiente Rast auf ihrer langen Reise in den Süden.

Stehplatz Kapellskär 19.8.2018

Nach diesen ganzen Aufregungen können wir nun endlich Kevin vom Flughafen in Stockholm abholen. Wir freuen uns riesig ihn nach vier Monaten wiederzusehen.

Nun gibt es erstmal einen Stop im Dècathlon, Kevin braucht noch anständige Outdoorkleider und guten Schuhe, danach kaufen wir noch Essen für eine Woche ein.

Nun geht es zu unserem Stehplatz nach Kapellskär er liegt nur 5 Kilometer vom Fährhafen weg.

Der Platz ist nur ein kleiner Parkplatz am Rande einer Naturschutzparks also eigentlich nichts Besonderes.

Dass wir bald zur Attraktion für ca.20 Stiere ! werden ist hingegen schon etwas besonders.

Da wir nur durch einen Elektrozaun von ihnen getrennt sind und sie auch ständig hochsteigen haben wir ein etwas ungutes Gefühl und verlegen unser Abendessen in den Bus.

 

 

 

Fähre Kapellskär-Insel Aland 20.8.2018

Im Bus ist es ziemlich voll geworden mit Koffer, Tasche und noch einer Person mehr aber für eine Woche kann man gut zusammenrücken. Wir hoffen dass die Nächte nicht zu kalt werden und jemand in der Hängematte draussen schlafen kann.

Für die erste Nacht hat Kevin am Boden zwischen den Sitzen auf einer Isomatte geschlafen.

Da wir schon um 7.00 aufstehen müssen ist die Nacht nicht sehr lang und Kevin hat es gut übestanden.

Am Fährhafen läuft wieder alles ganz unkompliziert und nur der Pass des Fahrers wird kontrolliert.

Die Überfahrt ist sehr ruhig und dank Sonnenschein und angenehmen Temperaturen sind die 2.15 Stunden schnell vorbei.

Auf dem Schiff kaufen wir noch Bier ein da es hier nur einen Bruchteil kostet.

Das machen übrigens auch viele Schweden und Finnen in Kombination mit einem kurzen Abstecher ins jeweils andere Land.

 

 

 

Für eine Woche geht es nun weiter in Finnland

Stockholm 24.8.2018

Wieder in Schweden angelangt wollen wir uns eigentlich die Stadt ansehen aber hier ist alles propenvoll und alle Stellplätze bis auf den letzten Platz belegt.

Schade, ich wäre gerne mit Kevin um die Häuser gezogen aber so bleib uns nur einen Camping etwas ausserhalb anzusteuern.

Hier verbringen wir unsere letzte gemeinsame Nacht mit 2-3 Bierchen und einem tollen chinesischen Abendessen dass heute die Herren für uns kochen.

Am nächsten Tag ist es dann leider auch schon wieder so weit und wir bringen Kevin zum Flughafen.

Wir hatten eine tolle Woche auf Aland und freuen uns schon jetzt auf deinen nächsten Besuch.

 

 

 

Wahrscheinlich hat Kevin die Sonne mit in die Schweiz genommen denn schon 3 Stunden nach seiner Abreise regnet es wie aus Kübeln.

Wir beschliessen heute doch noch etwas weiterzufahren und verbringen die Nacht auf einem Stehplatz im Wald.

 

Camping Yxningens in Gusum 26.8.2018

Da es etwas mühsam ist bei Regenwetter mit den Hunden irgendwo im Wald zu stehen entscheiden wir und nach Gusum auf den Camping zu fahren.

Der Platz liegt wunderschön an einem See aber wie leider fast überall in Skandinavien würde den Sanitäranlagen eine Sanierung nicht schaden.

Dafür sind sie sauber.

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben und die Welt ist klein, genau diese Aussagen trefen heute wieder total zu.

Am Nachmittag fährt plötzlich Onno mit Heidrun und Magnus direkt neben uns auf den Camping.

Wir haben sie in Stockholm auf dem Camping kennengelernt und ich habe mich noch aufgeregt weil ich ihnen keine Karte von uns gegeben habe. Zum Glück habe ich ja jetzt dazu die Gelegenheit. Sie geben uns tolle Tipps für die Weiterreise und wir verbringen eine kurze aber sehr nette Zeit zusammen.

Da sie nicht so viel Zeit wie wir haben müssen sie schon bald wieder weiter und auch wir fahren weiter Richtung Vimmerby.

Vimmerby 27.8.2018

Eigentlich wollen wir in Vimmerby auf den Spuren von Atrid Lindgren wandeln aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es regnet wie aus Kübeln und zusammen mit einem sehr starken Wind ist es gar nicht angenehm.

Leider steht die Villa Kunterbunt von Pippi dann auch noch gar nicht in Vimmerby wie wir angenommen haben sondern auf der Insel Gotland in einem Vergnügungspark.

Die Besichtigung des Astrid Lindgrenmusseum das in ihrem Elternhaus liegt kostet satte 130 Kronen pro Person und Astrid Lindgrens Väld, ein Erlebnispark in Vimmerby schlägt mit 380 Kronen zu Buche.

Da uns das dann doch zu teuer ist fahren wir weiter und übernachten nach dem Einkaufen auf einem Stellplatz in Växjö.

Camping Getnö 28.8.2018-30.8.2018

Von Onno und seiner Familie haben wir den Tipp mit dem Campingplatz Getnö bekommen und das hat sich als Volltreffer erwiesen.

Noch einmal vielen lieben Dank an euch drei.

Der Camping liegt am See Asnen und ist einfach traumhaft. Mitten in der Natur, sehr sauber und man hat richtig viel Platz. Wir haben wieder einmal das Luxusproblem wie wir unseren kleinen Bus auf die riesige Parzelle stellen sollen.

Bei jedem Platz hat es Tisch und Bank und sogar eine einfache Grillstelle.

Zur Freude von Yves hat es sogar eine Hundedusche. Die Hunde sind darüber nicht sonderlich erfreut aber ab und zu muss es sein.

Wir verbringen hier zwei wunderschöne Tage und geniessen es mal wieder den Bus stehen zu lassen, zu wandern und einfach zu geniessen.

 

 

 

Stehplatz Klagshamn 30.8.2018

Für unsere letzte Nacht in Schweden fahren wir im strömenden Regen nach Klagshamn an den Strand.

Hier hat es ein tolles Schwimmbad und und einen schönen Blick auf die Öresundbrücke. Die sehen wir aber erst am nächsten Morgen als sich der Regen endlich verzogen hat. In der Nacht war totale Weltuntergangsstimmung und der ganze Plaz überflutet da das Wasser wegen der langen Trockenheit nicht abfliessen kann.

Den Morgen und die Sonne geniessen wir bei einem kleinen Spaziergang bevor es nach Malmö weitergeht.

 

 

 

Stadtbesichtigung Malmö 31.8.2018

Malmö ist für uns eine der schönsten Städte die wir bisher besucht haben.

Obschon die Stadt über 300`000 Einwohner hat kommt kein Gefühl von Grossstadthektik auf. Überall hat es grüne Flächen in denen man gemütlich spazieren kann und auch die Menschen in den Einkaufspassagen wirken sehr entspannt.

Leider gibt es aber auch im so idyllisch wirkenden Schweden grosse Probleme. Allein im letzten Monat gab es in Malmö drei Massenvergewaltigungen und das Ausländerproblem, die Arbeitslosigkeit und der Alkoholismus sind auch hier nicht von der Hand zu weisen.

So hat jedes Land seine Probleme und wir finden dass es zum Reisen dazugehört sich auch damit auseinanderzusetzen und ein bisschen hinter die Fassade zu sehen.

 

 

 

Nachdem wir ja in Finnland nur einen Baby-Elch gesehen haben wurden wir in Malmö doch noch fündig.

 

Die Fahne auf dem Bild soll wohl schon einen Hinweis darauf geben wo wir jetzt hinfahren. Unsere Reise geht nämlich weiter nach Dänemark.

Dänemark finde ihr unter Skandinavien. Wiso das so ist erkläre ich euch da.