FRANKREICH

Frankreich, meine grosse Liebe und auch Yves verfällt dem Charme dieses Landes immer mehr.

Das Laissez faire der Franzosen bringt ihn zwar noch ab und zu zur Verzweiflung aber auch er hat sich langsam daran gewöhnt und bleibt jetzt sogar schon bei den unendlich langen Wartezeiten an den Supermarktkassen gelassen.

Unsere absolute Lieblingsgegend ist die Normandie, die zum Teil raue Gegend, die köstlichen Speisen, der Cidre, die beeindruckenden Kreideklippen und die kilometerlangen Strände sind nur einige der speziellen Dinge die uns hier in ihren Bann ziehen.

Bevor wir aber in die Normandie kommen durchqueren wir das Nord-Bas-de-Calais.

Dunkerque 26.9.2018

Dunkerque empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 20 Grad.

Dunkerque, manchen sicher bekannt durch den 2017 erschienen Kinofilm "Dunkirk" ein historischer Kriegsfilm von Christopher Nolan.

Wie die ganze Atlantikküste Frankreichs wurde auch Dunkerque im zweiten Weltkrieg von den Deutschen angegriffen in der Folge waren 370`000 französische, belgische und englische Soldaten im Hafen eingeschlossen und nur durch die spektakuläre Operation "Dynamo" konnten über 330`000 Soldaten gerettet werden.

Da wir noch die nächsten Wochen mit dem Krieg konfrontiert werden haben wir darauf verzichtet das Kriegsmuseeum zu besichtigen und stattdessen unternehmen wir einen kleinen Stadtbummel.

 

Ausserdem müssen wir uns noch eine SIM-Card holen damit wir wieder Internet haben um Blog zu schreiben und Dinge zu recherchieren.

In Frankreich ist dies günstig und einfach, man kann in manchen Presse/Tabakgeschäften am Automat einfach eine Karte ausdrucken lassen, die sofort aktiv ist.

19.99 Euro für 100 Gigabyte plus 10.00 Euro für die SIM-Card finden wir nicht schlecht.

Die Karte darf allerdings nach einem Monat nicht wieder aufgeladen werden da sonst daraus ein Abonnement wird das auf schriftlichem Weg in französischer Sprache bei free Paris gekündigt werden muss. Wie lange dann die Kündigungsdauer ist kann ich leider nicht sagen.

 

Nun müssen wir aber weiter, wir wollen heute Nacht auf einem kostenlosen Stellplatz in Wissant übernachten und da immer noch viele Camper unterwegs sind wird es da wohl schon recht voll sein.

Cap Blanc Nez

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Stellplatz in Wissant fahren wir zum Cap Blanc Nez.

Leider sind auch hier sehr viele Leute aber der Aufstieg auf das Cap und die Aussicht sind absolut unübertroffen.

Das Cap Blanc Nez liegt südlich von Calais und bildet zusammen mit dem Cap Griz Nez die Gegend der zwei Caps ( Site des deux Caps ).

Das Cap Blanc-Nez besteht aus Kreidegestein und Mergel und hat steil abfallende Seiten zum Meer. Auf dem Gipfel befinden sich Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg sowie ein Obelisk. Der Obelisk wurde zu Ehren der britischen Dover Patrol des Ersten Weltkrieges errichtet. Die Bunkeranlage wurde von den Besatzungstruppen des nationalsozialistischen Deutschen Reiches erstellt und gehört zu einem Komplex mit der Radaranlage „Würzburg Riese“ und der „Lindenmann-Batterie“ im benachbarten Sangatte. Die Spuren der Kämpfe des Zweiten Weltkrieges an diesem strategisch äußerst wichtigen Ort sind auch anhand der zahlreichen und noch immer gut sichtbaren Bombenkrater erkennbar.

Wir haben so schönes Wetter dass wir die Kriedefelsen von Dover, das Cap Gris Nez, die Bucht von Wissant und Calais sehr gut sehen können.

Wir wussten dass England nicht sehr weit weg liegt aber da wir bei unseren letzten Besuchen nie so klares Wetter hatten sind wir doch erstaunt wie nahe der Inselstaat bei Frankreich liegt.

Stella Plage 27.9.2018

Nach drei Tagen ohne Sand unter den Füssen stellen wir heute unser Bussli gleich direkt zwischen die Dünen in Stella Plage und geniessen das Wetter, den Strand und die Sonne.

In den frühen 20er Jahren boomte es in Stella Plage und der Badeort wurde ein mondäner Treffpunkt für die Reichen die wunderschöne Villen erbauten.

Leider wurde im ersten Weltkrieg bis auf zwei Villen, die heute noch stehen, alles zerstört.

Später wurde der Küstenort wieder aufgebaut erlangte aber nie wieder seine Bedeutung als Kurort.

Heute sind die meisten Geschäfte und Restaurants geschlossen und an jedem zweiten Haus prangt ein "A vendre" Schild.

Es erinnert sehr an eine Geisterstadt.

Irgendwie ist das Ganze für uns nicht nachvollziebar da der breite, feinsandige Strand an der Opalküste wirklich keine Wünsche offen lässt.

Le Tréport

Le Tréport ist der letzte Stop bevor wir in die Normandie kommen.

Die Stadt lebt mit und vom Meer. Der Fischerhafen, der Handelshafen und das Yachtbecken sind sehr wichtige Bestandteile des täglichen Lebens.

Le Tréport bietet aber auch eine schöne Altstadt in der man gut bummeln kann.

Uns ist es heute etwas zu kalt und zu windig für eine ausgiebige Stadtbesichtigung.

Leider war das Wasser auf dem Camping höchstens leicht temperiert und nachdem wir schon die ganze Nacht bei 8 Grad im Bus gefroren haben tauen wir fast nicht mehr auf.

Einen kleinen Rundgang über den Markt im Hafen und einen Stop in der Boulangerie lassen wir uns aber doch nicht entgehen.

Dann heisst es nur noch Vollgas voraus damit wir endlich heizen können.

Etretat 30.9.2018

Der Roman " Der kürzeste Weg " von Alphonse Karr hat sicher zur Bekanntheit von Etretat beigetragen beschreibt er doch den Ort mit seinen Felsentoren in den schönsten Farben.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts setzte hier der Massentourismus ein. In kürzerster Zeit entstanden Häuser aus Backstein, die man noch heute bewundern kann.

Das absolute Wahrzeichen von Etretat ist aber ganz sicher das Felsentor Falaise d’Amont, von uns und wahrscheinlich auch von anderen nur der " Elefantenfelsen " genannt. Wiso wir den Felsen so nennen erklärt sich wohl von selbst.

Komischerweise fallen alle Sachen die wir planen entweder sehr klein oder ganz aus, wenn wir aber nicht suchen finden wir die tollsten Dinge.

Genauso geht es uns heute und wir laufen direkt zu einer Oldtimerausstellung an der Strandpromenade von Etretat.

Für uns als Oldtimerfans natürlich ein absolutes Highlight.

Einfach Wahnsinn welch wunderschöne Autos man früher gebaut hat um dann schick gekleidet damit an der Küste entlang zu fahren.

Normandie, mehr als nur Kriegsschauplatz

Für uns ist die Normandie mehr als nur Kriegsschauplatz.

 

Natürlich ist es eine Tragödie wass hier und in anderen Teilen der Welt  während des 1. und 2. Weltkriegs geschehen ist und auch wir denken an all die Menschen die auch heute jeden Tag so sinnlos ihr Leben lassen müssen und trotzdem muss man auch die andere, die schöne Seite des Landes und des Lebens sehen.

Wir verzichten desshalb bewusst darauf die Kriegsdenkmäler, Bunker und Museen zu besuchen. Natürlich wird man speziell hier immer wieder damit konfrontiert aber ich werde dies so wenig wie möglich in meinen Blog aufnehmen.

Es gibt genügend sehr fundierte Lektüre darüber.

 

Für uns ist die Normandie das Leben und die Lust daran.

Trouville-Deauville 1.10.2018

Trouville und Deauville sind die mondänen Badeorte der Pariser.

Paris liegt ja auch gerade einmal 200 KM entfernt.

 

Die Geschichte von Trouville ist eng mit der Malerei verbunden. Lange war es ein beliebtes Motiv von Malern auf der Suche nach Einsamkeit und Ursprünglichkeit.

 

Werke der Maler Corot, Isabey und Mozin und der Schriftsteller Dumas und Flaubert entstehen hier.

Erst um 1840 wandelt sich Trouville zum mondänen Badeort. Kurz danach entsteht unter Leitung des Duc de Mornay am anderen Ufer der Touques das Seebad Deauville, Treffpunkt der Hautevolee der Epoche.

Die Präsenz einer begüterten Kundschaft zieht die Maler, die häufig blank sind, magisch an. Boudin, der in Honfleur nahezu verhungert, ergreift als erster die Gelegenheit.

Auf Rat von Isabey erfindet er die «Scènes de Plage» (Strandszene), kleine charmante Gemälde auf denen er mit schnellem Strich attraktive Damen in Reifröcken und schöne Herren in ihren Anzügen auf die Leinwand zauberte.

Nach kurzer Zeit tun es ihm alle seine Freunde gleich.

Man findet Courbet, Jongkind, den Amerikaner Whistler und nicht zuletzt Monet der auch an anderen Orten in der Normandie immer wieder Inspiration fand.

 

Vom Mondänen finden wir leider heute nicht sehr viel. Da am Wochenende Herbstfest war herrscht heute das grosse Chaos und alle sind mit aufräumen beschäftigt.

 

Der Seebad wie den Strand hier vornehm nennt ist aber trotzdem einen kurzen Besuch wert.

Tour de la Laverie 1.10.2018

Nach dem Besuch von Trouville-Deauville steht eine ganz besondere Tour auf dem Programm.

Leider wissen wir zu Beginn noch nichts davon.

 

Eigendlich ist eine Trommel Wäsche waschen ja gar keine Sache. Denkt zumindest jeder der das noch nie unterwegs versucht hat. Wir sind jetzt im 16. Land, waschen ca. alle 3 Wochen unsere grosse Wäsche und wirklich ganz normal und ohne Pannen hat es bisher 4 Mal geklappt.

 

Einmal davon war hier in Frankreich beim Intermarchè, so fahren wir heute denn auch gut gelaunt rasch mal zum waschen beim Carrefour. Ist jetzt nicht derselbe Supermarkt aber egal in Frankreich beim Supermarkt klappt das schon.

Nun gut, ein Riesensupermarkt aber entgegen den Angaben im Internet keine Waschmaschine.

Toll, aber jetzt auch nicht so tragisch, suchen wir eben einen Anderen.

Gesagt, getan, auf zum nächsten Supermarkt. Waschmaschine ist vorhanden und erst noch leer, also alles auspacken, rübertragen, Maschine füllen und ... Super, Computer abgestürzt, Maschine funktioniert nicht.

Immer noch alles im grünen Bereich aber da es schon 14.30 ist und wir erst ein Croissant hatten essen wir mal was. Hungrig werde ich unausstehlich.

Auf zu neuen Ufern oder in unserem Fall zum nächsten Supermarkt.

Uns bleibt fast das Herz stehen als wir den abgebrannten Laden sehen. Bis auf die Grundmauern alles weg.

Aber man hat ja Glück, die Waschmaschinen direkt daneben stehen noch, nur die Scheibe der Eingangstür ist wohl durch die Hitze des Feuers gesprungen.

Der kleine Waschsalon scheint in Betrieb und tatsächlich klappt das Waschen.

Wir rechnen uns schon aus dass wir doch nicht den ganzen Nachmittag verplempern werden.

Nach der Wasche alles in den Tumbler und siehe da, funktioniert auch.

Jedenfalls bis Yves fragt wiso die Maschine nicht mehr dreht.

Geld nachschmeissen und gut ist. Klappt leider nur für weitere etwa 3 Minuten.

Etwa 3 Euro, einem netten Gespräch mit dem Telefonbeantworter des Betreibers und 2 Stunden verplemperter Zeit ziehen wir mit der sauberen aber nassen Wäsche ab.

Die Stimmung ist langsam am Nullpunkt und wir suchen den nächsten Waschsalon um unsere Wäsche auch noch zu trocknen.

Nach nicht so langer Suche finden wir einen super Waschsalon mit neuen Maschinen und unsere Wäsche ist tatsächlich nach 30 Minuten trocken.

 

                     Die Bilanz der Tour de la Laverie :  Autofahrt 55 km

                                                       Kosten    19 Euro

                                                       Dauer     5 Stunden

                                                      Ergebniss 2 Trommeln saubere Wäsche

 

Longues-sur-Mer 1.10.2018

Unser heutiger Schlafplatz hat schon etwas spektakuläres.

Wir stehen direkt auf den Klippen in Longues-sur-Mer.

Der Sturm hat hier oben wieder zugelegt und das Dach müssen wir unten lassen aber so soll es ja auch sein im Herbst.

Einen schönen Spaziergang der Klippe nach können wir trotzdem machen.

Nez de Jobourg 2.10.2018

Irgendwie läuft heute nicht alles so wie geplant uns so fahren wir als letzte Option zum Nez de Jobourg um dort auf einem Parkplatz zu übernachten.

Und wieder einmal bestätigt sich dass das Ungeplante meist das Beste ist.

Bei diesem Ausblick darf ja nun wirklich nicht jammern !

Wir machen einen langen Spaziergang am Cap entlang und sehen den Paraglidern zu.

Es muss schon ein unbeschreibliches Gefühl sein frei wie ein Vogel über das Meer zu schweben.

Dies ist ganz sicher noch ein Punkt auf unserer To-Do-Liste.

Die Insel Jersey liegt etwas im Nebel aber Yves Uhr und Handy stellen trotzdem immer auf britische Zeit um und er macht einen leicht verwirrten Eindruck.

Camping Vauville 3.10.2018

Der Camping Municipal in Vauville ist unser absolut liebster Platz.

Das Sanitär ist jetzt nichts besonderes, ziemlich klein und spardanisch aber sauber.

Die Waschmaschine war vor etwa 30 Jahren sicher top und Trockner gab es da wohl noch gar nicht und Schwimmbad oder Animation gibt es auch nicht.

Zwei Mal am Tag kommt eine sehr nette Frau aus dem Dorf vorbei, putzt und kassiert ein und dann ist man wieder sich selber überlassen.

Das ist genau der Grund wiso wir diesen Ort lieben, nur Meer, Strand und Ruhe.

Der Camping liegt übrigens direkt am Meer und zum Strand hin ist auch nichts abgeriegelt.

Wir haben uns so sehr auf ein paar Tage im Paradies gefreut aber was soll ich euch sagen, der Camping schliesst am 30.September seine Pforten und wir haben den 3.Oktober.

Ich spreche noch mit zwei Frauen die hier ab und zu nachschauen ob alles in Ordnung ist aber so leid es ihnen tut können sie nichts für uns machen.

Es sind noch so viele Camper unterwegs und wenn sie für uns eine Ausnahme machen nimmt das Ganze kein Ende. Verständlich aber wir sind schon sehr traurig.

Vauville 3.10.2018-4.10.2018

Wir verbringen trotzdem zwei Tage auf dem Parkplatz in Vauville.

In Vauville gibt es einen botanischen Garten, leider mit Hundeverbot, ein Restaurant mit minimalistischen Öffnungszeiten, eine kleine Bar die auch Eis verkauft, ein paar Tiere, einige Häuser die durch schmale Gassen verbunden sind und 374 Einwohner.

Geschäfte gibt es hier keine man muss also vor der Anfahrt einkaufen.

Der Strand ist auch im Hochsommer nicht überfüllt und man kann stundenlange Wanderungen durch die Dünen und am Meer entlang machen.

Ab und zu wird man auch von neugierigen Einheimischen skeptisch beäugt.

Ihr merkt ich komme gar nicht aus dem Schwärmen heraus denn in Vauville steht auch unser absolutes Traumhaus.

Immer wenn wir hier sind machen wir Pläne wie wir das Haus einrichten, einen Fahrstuhl vom Haus runter an den Strand bauen und welche Haustier wir halten würden.

Wie es wohl wäre an einem stürmischen Tag mit einer Tasse Thé vor dem Kamin zu sitzen und aus dem Fenster zu schauen?

Träumen muss man, auch unsere Reise war erst nur ein Traum und man sieht was daraus geworden ist.

 

"Unser" Haus in Vauville

 

Siouville 4.10.2018 - 6.10.2018

Wenn wir in Frankreich sind fahren wir wenn möglich die Camping Municipal, also die Gemeindecampings an.

Das hat zwei Gründe, erstens sind sie, zumindest meistens, zwar einfach eingerichtet  aber sauber und sehr günstig, die Nacht für uns vier mit Bus so um 12.00-15.00 Euro, und zweitens kann man so direkt etwas an die Gemeinden zurückgeben deren Infrastruktur man ja schliesslich auch benutzt.

Wir haben uns entschieden zwei Nächte auf dem Camping in Siouville-sur-Mer zu bleiben.

Eigentlich sollten wir wegen der Temperaturen langsam weiter nach Spanien aber wir sind etwas reisemüde und den Gedanken Frankreich schon bald zu verlassen schiebe ich noch etwas von mir weg.

Frankreich dankt es uns und wir können bei schon fast sommerlichen Temperaturen am 5.Oktober 2018 im Atlantik baden.

 

Man Gott sind wir schlank geworden. Selfie von Spella und mir.

 

Coudeville-sur-Mer 6.10.2018 - 8.10.2018

Da das Wetter schlecht ist fahren wir heute nur ein Stück weiter der Küste entlang und gehen auf den Camping in Coudeville-sur-Mer .

Hier waren wir auf unserer letzten Reise schon was auch der Frau in der Reception auffällt. Sie begrüsst mich sehr nett, fragt sofort nach dem Befinden und lässt uns den Platz selber aussuchen.

Wir suchen uns einen ganz speziellen Platz auf einem Hügel und trotzen in der Nacht Windböen von 65 kmh.

Wiso wir gerade diesen Platz gewählt haben seht ihr auf dem unteren Bild.

 

Was gibt es schöneres als am Morgen mit Blick auf das Meer zu erwachen.

Das Wetter hat sich übrigens schon nach einem Tag wieder deutlich gebessert.

Rothéneuf  8.10.2018

Ob unser heutiger Stellplatz absolut legal ist wissen wir nicht aber da schon ein paar Camper hier stehen und er auch auf Promobil als Stellplatz deklariert ist riskieren wir es.

Der Blick in die Bucht ist spektakulär und da das Wetter wieder super ist machen wir einen langen Spaziergang der Küste entlang.

Die Nacht verläuft ruhig und auch die Polizei taucht nicht auf.

Saint Malo 9.10.2018

Saint Malo ist für uns absolute Pflicht wenn wir in der Gegend sind.

Ihr denkt jetzt sicher an die schöne Altstadt, Intra Muroa, auch die sehen wir uns gerne immer wieder an aber unser Hauptgrund ist ein Anderer.

Das absolute Muss sind die riesengrossen, fetttriefenden und super süssen Beignets mit Himbeermarmelade gefüllt und in Zucker gewendet.

Sooo gute Beignets haben wir noch nirgends sonst gegessen.

 

 

 

 

Beignets in Saint Malo

Intra Muros

Nantes 10.10.2018

Da wir noch auf den Markt wollen um frisches Gemüse einzukaufen fahren wir heute nach Nantes.

Wir parken etwas vor der Markthalle und machen einen Spaziergang der Erdre entlangen.

Hier gefallen uns natürlich die Hausboote am besten. Einmal auf einem Hausboot leben wäre auch noch so ein Traum von uns. Ihr seht an Träumen fehlt es uns nicht, höchstens an Zeit um all unsere Träume zu verwirklichen.

Ile de Versailles 10.10.2018

Wenn man schon in Nantes ist gehört ein Besuch der Ile de Versailles natürlich dazu.

Da wir schon Oktober haben und der Sommer sehr trocken war ist von der Farbenpracht des Gartens leider nichts mehr zu sehen aber doch ist es schön dass in einer so grossen Stadt überall Grünflächen sind.

Diese künstliche Insel von 1,7 Hektar, die 1831 angelegt wurde und ursprünglich von Gerbern und Marine-Schreinern bewohnt wurde, wurde ab 1983 in einen japanischen Garten umgewandelt. Um sie herum gruppieren sich Steingärten und Wasserfälle 3 Gebäude inspiriert von traditionellen japanischen Häusern. Das Haus der Erdre, das einen Zen-Garten umgibt, dient als Rahmen für Ausstellungen, die dem Fluss und seiner aquatischen Umwelt gewidmet sind.

Ile Madame 11.10.2018

Ile Madame ist eine ganz besondere Insel und desshalb war es klar dass wir sie noch einmal besuchen.

Die Insel hat ihren Namen von Anne Rohan de Soubise.

Die Mätresse des Sonnenkönigs Ludwig XIV. nannte alle ihre Besitztümer « Madame »…

 

Sie liegt im Mündungsgebiet der Charente und ist nur bei Ebbe über einen ca. 1km langen Weg zu erreichen.

Die winzige Insel misst 600 mal 1000 Meter.

Sie ist seit Ende der 1960er Jahre nicht mehr dauerhaft bewohnt. Es wird allerdings noch Landwirtschaft und Fischerei mit festen Hütten betrieben.

 

Auf der Insel findet sich ein eindrucksvolles Kreuz aus Kieselsteinen, das Croix aux Galets, in jedem Sommer Ziel einer Pilgerfahrt zur Erinnerung an die 254 "widerspenstigen Priester", die zur Zeit der französischen Revolution den Eid auf die Zivilverfassung des Klerus verweigert hatten und deswegen unter unmenschlichen Bedingungen hier gefangen gehalten wurden und starben.

 

Wenn man um die Insel herumgeht stösst man auf das Fort dass erbaut wurde um das Arsenal von Rochefort zu verteidigen.

Später wurde es zum Gefängnis umgebaut und nach dem 2. Weltkrieg zum Ferienheim für Militärangehörige.

Heute werden dort Ausstellungen abgehalten und man kann an Führungen teilnehmen.

 

Die Ile Madame steht unter Naturschutz und bietet einen der schönsten Ausblicke auf die Küsten der Charente Maritime.

Bei schönem Wetter hat man einen guten Blick auf Port-des-Barques, ein Dorf das am äussersten Zipfel der Charente Maritime liegt und desshalb auch das Ende der Welt genannt wird,Fouras-les-Bains, die Insel Aix, Ré und Oléron, sowie auf Fort Enet und Fort Boyard.

Heute ist das Wetter leider nicht sehr klar und ab Mittag gibt es ein paar Tropfen Regen.

 

Bei Ebbe kann man an einer Stelle weit aufs Meer hinaus gehen und leicht Kamm- und Herzmuscheln sammeln.

 

Besonders gefallen haben uns die Fischerhütten, die Carrelets, sie stehen auf Stelzen im Meer und bei Flut werden mit grossen Netzen Fische gefangen.

 

Seit neustem gibt es auf der kleinen Insel auch einen Campingplatz.

Ob es wirklich nötig ist auch noch diese so fragile Landschaft mit grossen Campern zuzupflastern lasse ich jetzt mal offen.

 

Auf jeden Fall ist die Insel einen Besuch wert und

auch wenn man mit dem Auto rüberfahren kann finden wir dass schon das Überqueren des Passe aux Boeuf seinen speziellen Reiz hat den man zu Fuss erleben sollte.

Für die Umrundung sollte man mindestens 2,5 Stunden einrechnen und natürlich die Gezeiten im Auge behalten.

Moliets-Plage 12.10.2018-14.10.2018

Eigentlich wollte ich Euch weitere Bilder von Stränden ersparen aber den muss ich Euch zeigen.

Wir sind inzwischen im Nouvelle-Aquitaine nahe der spanischen Grenze angekommen und die Nähe zu Spanien merkt man hier überall. Auf dem Stellplatz sind fast nur Spanier und auch bei den Infotafeln und im Supermarkt ist alles neben französich auch spanisch angeschrieben.

Als ich in der Beschreibung zum Stellplatz gelesen habe dass der Platz zum Glück ca. 500 Meter vomStrand entfernt liegt dachte ich noch, so blöd, näher wäre doch besser.

Bei unserer Ankunft werde ich aber sofort eines Besseren belehrt. Die Brandung ist so laut dass es tatsächlich ein Glück ist die 500 Meter Abstand zu haben.

Der Strand und das Meer hier sind einfach nur genial und so zählt er zu den Hotspots für Surfer.

Dementsprechend ist auch die Stimmung sehr relaxt und wir beschliessen drei Tage hier zu bleiben und Temperaturen von bis zu 28 Grad zu geniessen.

Auch baden liegt da total drin. Das Bodyboard lassen wir aber im Bus, die Strömung ist uns zu stark und die Wellen zu hoch.

Leider habe ich die guten Surfcracks verpasst und als ich Bilder machen will ist nur eine Surfschulklasse im Wasser.

Zum Glück ist der Surflehrer so nett und paddelt für mich doch noch rasch raus.

Merci beaucoup !

Yves hat die frei Zeit genutzt und sich als Hundecoiffeur nützlich gemacht. Ich staune immer wieder wie professionell er das schon macht. Bei meinem Versuch sah Mias Fell aus wie ein Golfplatz.

Nun verlassen wir schweren Herzens Frankreich und fahren weiter nach Spanien.